Selbstliebe/Leben teilen

17.4.2017

Körperlich geht es mir immer besser. Der Leukozytenwert könnte besser sein ( musste daher auch am Wochenende zum Blutabnehmen. Mir kam es schon so vor wie: ach, da war ja noch was…. hatte ich gar nicht mehr so auf dem Schirm, nach dem ganzen OP-Scheiss. Da gerät die Beschäftigung mit Blutwerten doch in den Hintergrund). Die Oberschenkel auch nach wie vor nicht gut.

Habe gerade eher mit der Psyche zu kämpfen. Puh, da bricht manchmal einfach alles über mir zusammen. Tiefer Schmerz, Frust, Angst,....

Da spielt das Thema des heutigen Eintrags eine grosse Rolle.

Ich habe einen wunderbaren Artikel auf www.imgegenteil.de gelesen. “Hast Du Dich heut schon selbst geliebt?”

Es geht wie der Titel schon besagt, um die Selbstliebe. Hier der link dazu, es lohnt sich!

http://imgegenteil.de/blog/hast-du-dich-heute-scho...

Die Autorin spricht mir sehr aus dem Herzen. Das wichtigste ist einfach die Selbstliebe. Und irgendwie doch so schwer….

Aber auch wenn ich an mir und der Selbstliebe arbeite und weiss, wie wichtig sie ist, muss ich gestehen, dass ich kein Single sein möchte.

Ich hatte letztes Jahr ja nicht nur mit dem Krebs zu kämpfen. Ich war keine 6 Wochen getrennt (worden), da ging es mir körperlich schon ziemlich schlecht und 2 Wochen später bekam ich die Krebsdiagnose.

Die ganze Situation in meinen Augen so damned fucking unfair!

Der tiefe Schmerz verlassen worden zu sein, hätte wirklich schon gereicht, nein, dazu noch der Krebs-Schock mit allem drum und dran obendrauf.

Ich habe die besten Freunde und die beste family der Welt! Alle waren für mich da und ich bin wirklich aufgefangen worden!

Aber ein Partner, der Mensch mit dem man sich im besten Fall am stärksten verbunden fühlt, mit dem man sein Leben teilt, an dessen Leben man am stärksten teilnimmt, war und ist nicht da. Und das fehlt mir sehr. Gerade in so fiesen Zeiten.

Aber auch in schönen Zeiten. Das Leben teilen, am Leben des anderen teilhaben, der Austausch, sich immer tiefer verbinden…. das hat, wenn es funktioniert, sprich der richtige ist, eine grosse, besondere Qualität. Danach sehne ich mich sehr.

Als ich den Brustkrebs hatte, dachte ich einerseits, wie schön es wäre einen Partner an meiner Seite zu haben, andererseits war ich froh, keinen zu haben. So konnte ich meine Entscheidung keine Chemo usw zu machen ganz klar für mich fällen, ein Partner hätte womöglich aus Angst versucht, mich dazu zu überreden. Und so einen Konflikt braucht man in der Situation überhaupt nicht. Dann die Ängste des anderen zu spüren und mitzutragen, obwohl die eigenen ja schon reichen….stelle ich mir nicht so einfach vor.

Aber ich glaube zusammen ist man doch einfach stärker als allein ( wenn es der richtige Partner ist). Trotzdem ist auch mit Partner die Selbstliebe enorm wichtig. Sich selber sozusagen “treu” bleiben, bei “sich” bleiben und sich nicht vom anderen fertigmachen/kleinmachen lassen, wenn es zu Konflikten kommt. Denn wenn ich ganz in der Selbstliebe bin, gibt es kein “ich bin es nicht wert, ich bin nicht gut genug, ich bin nicht richtig, usw. “

Die Arbeit ( mit sich) hört nicht auf...