A.Moorjani "Heilung im Licht"

Meine “Begleitung” in der Reha war das Buch “Heilung im Licht” von Anita Moorjani.

Da erzählt eine schwer krebskranke Frau von ihrer Nahtoderfahrung und was das danach für ihr Leben bedeutete. Ein sehr inspirierendes und berührendes Buch!

Einerseits erkenne ich mich da teilweise wieder ( was ihr Verhalten/Leben vor ihrer Erkrankung angeht), zudem macht sie ganz deutlich, worum es eigentlich geht im Leben und ich kann da viel für mich rausziehen.

Bevor ich versuche mit meinen eigenen Worten doch nicht ganz das ausdrücken zu können, was sie schreibt, zitiere ich ein paar Passagen:

“Oh mein Gott, was für ein unglaubliches Gefühl! Ich bin so frei und leicht. Wie kommt es, dass ich in meinem Körper keinen Schmerz mehr empfinde? Wohin ist der plötzlich verschwunden?

Hey, warum scheint sich meine ganze Umgebung von mir zu entfernen? Aber das erschreckt mich gar nicht! Warum habe ich keine Angst? Wohin hat sich meine Angst verflüchtigt? Wahnsinn, ich kann meine Angst nicht mehr finden!

Das waren einige meiner Gedanken, als man mich in höchster Eile ins Krankenhaus schaffte. Die Welt um mich herum begann sich surreal und traumgleich auszunehmen und ich fühlte, wie ich vom Bewusstsein immer weiter weg glitt und in ein Koma fiel. Meine Organe begannen zu versagen, als ich mich dem Krebs ergab, der in den vier Jahren zuvor meinen Körper verwüstet, nein, verschlungen hatte.

…..Erst da setzte wahrhaft die Erkenntnis ein, dass ich im Sterben lag.

Oh… Ich sterbe!.... so fühlt sich das also an? So habe ich es mir nie vorgestellt. Ich fühlte mich so wunderbar friedvoll und ruhig… Und endlich geheilt!

Dann begriff ich, dass, selbst wenn mein physischer Körper zu existieren aufhörte, in dem umfassenderen Gewebe des Lebens dennoch alles perfekt ist; denn wir sterben nie wirklich.

Ich war mir nach wie vor jeder Einzelheit des sich entfaltenden Geschehens genau bewusst und beobachtete, wie mich ein Team von Medizinern auf die Intensivstation karrte. Sie umgaben mich mit fieberhafter Aktivität, schlossen mich an Apparate an und hantierten mit Nadeln und Schläuchen.

Ich empfand nichts für den schlaffen Körper auf dem Krankenhausbett. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er mir gehörte. Er sah viel zu klein und unbedeutend aus, um das, was ich erlebte, in sich beherbergen zu können. Ich fühlte mich frei, befreit, wunderbar, großartig! Aller Schmerz, alle Qual, alle Traurigkeit und Kummer waren verschwunden. Ich trug keinerlei Ballast und konnte mich nicht entsinnen, mich jemals so gefühlt zu haben - noch nie.

Dann hatte ich das Gefühl, von etwas umfangen zu werden, dass ich nur als reine, bedingungslose Liebe beschreiben kann. Aber selbst das Wort Liebe wird dem nicht gerecht. Es war die größtmögliche Art von Wertschätzung und noch nie zuvor hatte ich dergleichen erlebt. Es war jenseits von jeder uns vorstellbaren Form körperlicher Zuneigung, und es war bedingungslos - dies kam mir zu, ganz gleich, was ich jemals getan hatte. Ich musste nichts tun oder mich auf bestimmte Weise verhalten, diese Liebe zu verdienen. Diese Liebe galt mir, ganz gleich was!

Ich war in diese Energie gleichsam eingetaucht und fühlte mich durch sie erneuert. Ja, sie gab mir ein Gefühl von Zugehörigkeit, so als sei ich nach all den Jahren des Kampfes, des Schmerzes, der Furcht und der Angst schließlich angekommen.

Endlich war ich nach Hause gekommen.”

“Unsere einzige Verpflichtung besteht darin, die Liebe zu sein, die wir sind, und zuzulassen, dass uns die Antworten, die wir in uns tragen, auf die für uns beste Weise erreichen…..

Ich sah alle Ereignisse als Bestandteil eines sich entfaltenden größeren Abenteuers, und das gab mir das Gefühl, das Leben frisch und neu anzufangen.

Ich wusste, dass mein Lebensinn und -zweck darin bestand, meine Tapisserie zu erweitern und mehr und größere Erfahrungen in mein Leben zu lassen. Also versuchte ich, in all den Bereichen, in denen ich vorher Begrenzungen wahrgenommen hatte, die Grenzen des für möglich gehaltenen auszudehnen.

Ich begriff, dass ich nur, wenn ich mich selbst liebe, mich nach innen wende, meinem Herzen folge und tue, was mir Freude bereitet, zu echter Freude und wahrem Glück finden kann. Ich entdeckte, dass wenn mein Leben richtungslos zu sein scheint und ich mich verloren fühle, es in Wahrheit bedeutet, dass ich das Gespür für mein Selbst verloren habe. Ich bin dann nicht mit der Person verbunden, die ich wirklich bin, bin nicht mit dem verbunden, das zu sein ich hergekommen bin.

Ich glaube, dass bei mir der Krebs mit meinem Selbstwert und Identitätsgefühl zusammenhing: er war der Weg meines Körpers, mir zu sagen, dass meine Seele um den Verlust ihres Eigenwertes -ihrer Identität- trauerte. Wenn ich gewusst hätte, wer ich wirklich bin, hätte ich keinen Krebs bekommen.

Allerdings schlage ich vor, die Krankheit oder ihre Symptome nicht als etwas zu betrachten, dass man wie einen Feind “loswerden muss”. Denn das ist eine auf Angst gegründete Reaktion. Für mich ist das Auftreten der Symptome der Versuch meines Körpers, mich zu heilen. Ich weiß, dass wenn ich die Krankheit mit einer feindlichen Einstellung zu beseitigen versuche, ich schließlich das Gegenteil erreichen werde; dann mache ich sie mir zum Feind und grabe mich immer tiefer in eine Mentalität des Krankseins ein.

… ich würde versuchen, mich so weit wie möglich davon zu befreien, dass meine Gesundheit in einer bestimmten Verfassung sein muss, damit ich glücklich sein kann; und ich würde im jeweiligen Augenblick Freude schaffen, so als wäre ich bereits gesund. In der Gegenwart zu leben, heißt nicht, dass wir irgendwelchen emotionalen Ballast von einem Zeitabschnitt zum nächsten mitschleppen. Jeder Moment ist einmalig und unwiederholbar. Ob wir unsere Ängste mitschleppen und uns in der Krankheit einnisten, ist unsere Entscheidung.

Machen Sie einfach das Beste aus jeder Minute, leben Sie voll und ganz, und tun Sie Dinge, die sie glücklich machen, gleich ob Sie nur noch einen Monat oder 100 Jahre zu leben haben.

Nun, meine Essgewohnheiten haben sich seit meiner Nahtoderfahrung geändert, aber ich fürchte nicht so wie Sie denken! Ich war paranoid, was das Essen angeht. Ich war strikte Vegetarierin. Ich nahm nur Bioprodukte zu mir, aß makrobiotisch, nahm zusätzliche Vitamine und trank Weizengrassaft- und zwar bevor ich krank wurde. Ich glaubte, dass alles Krebs verursacht, angefangen bei der Mikrowelle bis hin zu den Konservierungsstoffen. ich ernährte mich äußerst gesund- aber aus der Angst heraus.

Jetzt esse ich, worauf auch immer ich Lust habe. Ab und zu esse ich Schokolade und trinke Wein oder Champagner. Ich achte darauf, dass mir das Essen und das Leben Spaß machen! Ich glaube, glücklich zu sein ist wichtiger als alles andere.

Es ist alles andere als lustig, immer diese so genannten “gesunden” Nahrungsmittel zu sich zu nehmen und miesepetrig zu sein, weil man Angst hat, krank zu werden. Wenn wir ängstlich sind, führt das zu einer Reihe anderer Probleme. Unser Körper ist tatsächlich sehr viel widerstandsfähiger, als wir meinen, vor allem wenn wir glücklich sind und nicht unter Stress stehen.

Und wenn ich mich nun dafür entscheide gesund zu essen, dann tue ich das aus Liebe statt aus Angst. Das ist meine Vorgehensweise in allen Lebensbereichen, und ich lade Sie ein, es genauso zu machen.

Ich wünschte mir, dass Sie wissen, dass jeder Teil von Ihnen großartig ist – Ihr Ego, Intellekt, Körper und Geist. Denn genau das sind Sie - ein wunderschönes Geschöpf dieses Universums. Jeder Aspekt von Ihnen ist vollkommen. Sie müssen nichts loslassen, nichts vergeben, nichts erlangen. Sie sind schon alles, was Sie sein müssen. Das kann so kompliziert erscheinen, ist es aber nicht.

Wenn eine Religion ihnen das Gefühl vermittelt, dass Sie weniger wertvoll sind als ihre Gottheiten, dann haben Sie sie entweder missverstanden oder die Religion übermittelt die Wahrheit nicht gut. Wenn ein Guru, Lehrer oder Meister Ihnen das Gefühl gibt, “noch nicht” erleuchtet zu sein und noch mehr “lernen”, “aufgeben” oder “loslassen” zu müssen, bevor Sie erleuchtet werden, dann vermitteln diese Ihnen nicht gut, wer Sie in Wahrheit sind oder Sie missverstehen sie.

Erinnern Sie alle Ihnen nahestehenden Personen daran, stets sie selbst zu sein, und sagen Sie ihnen, dass Sie sie so lieben, wie sie sind! Denn sie sind vollkommen und Sie selbst sind es auch. Es gibt nichts, was nicht liebenswert ist. Das meiste Leid entspringt dem Gefühl, “weniger oder geringer als” zu sein. Doch sie sind nicht weniger wert oder geringer als irgendetwas oder irgendwer! Sie sind vollständig, vollkommen.

Das Einzige, was Sie zu lernen haben, ist, dass Sie schon sind, wonach Sie immer streben. Bringen Sie einfach ihre Einzigartigkeit ohne Furcht, mit Leib und Seele zum Ausdruck. Dafür sind Sie so geschaffen, wie Sie sind, und deshalb sind Sie hier in der stofflichen, dinglichen Welt.”