Wieder Reha

War jetzt gerade 3 Wochen in Reha gewesen.

Nachdem ich im Juni ziemlich erschöpft war, sowohl physisch als auch psychisch, und den Sommer über gemerkt habe, dass ich mich nicht so wirklich erhole, war ich doch sehr froh gewesen, dass mir nochmal eine Reha bewilligt worden war.

Die ersten Tage habe ich sehr viel geschlafen, woran ich auch gemerkt habe, dass die Batterien ganz schön leer waren.

Ansonsten ging es bergauf und bergab: Meine Achillessehne inklusive “Knubbl” wurde als Achillessehnenentündung und Exostose am Fersenbein diagnostiziert. Trotz unterschiedlichster Therapien und Anwendungen wurde das leider nicht besser. Auch der Darm “rumpelt” nachwievor. Da ich meine Achillessehnen nicht noch mehr reizen wollte, mich aber auch bewegen, bin ich dann viel geschwommen. Das ging aber nach 1,5 Wochen auch nicht mehr, da ich mir bei einer Gymnastikübung die Rippenmuskulatur gezerrt habe….. habe das Gefühl, man muss mich nur mit dem Finger anpicksen und schon hab ich eine Entzündung, Zerrung, Reizung etc….(und die Heilung dauert ewig)

Spaziergänge gingen maximal eine Stunde, alles was länger war, verursachte Fussschmerzen. (und das war schon hart, wenn man in herrlicher Landschaft mit viel Wald und meistens schönem Wetter, die besten Bedingungen für lange Wanderungen hat….)

Und dann habe ich so einen grossen Frust geschoben: warum habe ich nur dieses Avastin genommen????? meine Intuition war von Anfang an dagegen, wieso habe ich bloss nicht darauf gehört und vertraut?

Ist jetzt mein Körper auf Dauer so angeschlagen? Wird es jemals wieder besser? Oder sogar noch schlimmer? Wie soll ich denn da jemals wieder voll arbeiten können?

Wut, Verzweiflung…..Scheisse….

Ausserdem hatte ich das Gefühl, mir wird die Zeit zu knapp. Dass ich mich nicht genügend erhole und ich das “danach” nicht schaffe….

Theoretisch hätte ich ja auch 1 Woche verlängern können, was ich sehr gerne gemacht hätte, aber es geht nicht, da ich schon einen Job angenommen hatte, der gleich nach der Reha stattfindet (ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass 3 Wochen zu knapp sein könnten….. )

Zum Glück hat sich das “Überforderungsgefühl” in der letzten Woche wieder gelegt und ich fahre jetzt zumindest mit 80% gutem Gefühl nach Hause.

Die Avastin-Verzweiflung konnte ich auch wieder etwas dimmen. Ich kann es eh nicht rückgängig machen, also besser sich mit dem hier-und-jetzt beschäftigen und mir denken, dass es schon zu irgendetwas Gutem genutzt hat (wobei mir letzteres am schwersten fällt)