Scheiss Vergänglichkeit

14.4.2017

Ich bin sehr geschockt und unendlich traurig….Conny ist an ihrem Krebs gestorben.

Ich hatte Conny schon einmal im Dezember erwähnt ( siehe 11.12.), als ich ein sehr aufbauendes Telefonat mit ihr hatte. Ich hatte sie 2010 bei dem Mallorca-Seminar von Dr.Weber kennengelernt. Da war sie als Coach mit dabei.

Sie war mein grosses Vorbild. Sie lebte seit über 15 Jahren mit einem Eierstockkrebs-Rezidiv und schlug viele schulmedizinischen Behandlungen aus, da sie der Meinung war und auch immer wieder die Erfahrung gemacht hatte, dass innere Stimmigkeit in Denken, Fühlen und Handeln viel wichtiger ist und somit der Schlüssel zur Gesundheit ist. Wie ist mein Leben? Bestimme ich selbst, oder bin ich fremdbestimmt? Was umgibt mich? Dinge, Situationen, Menschen, die mir nicht gut tun? Oder bin ich “bei mir” und übernehme Verantwortung für mich und mein Leben?

Und der wissenschaftliche Ansatz von Dr.Dispenza sagt:

“Es ist eine wissenschaftliche Tatsache dass Stresshormone genetisch Knöpfe drücken und Krankheiten erzeugen. Langfristig schaden diese Substanzen dem Körper, egal ob sie gerechtfertigt sind oder nicht. Wir haben ja alle traumatische Erfahrungen im Leben gemacht. Und manche dieser traumatischen Ereignisse brandmarken uns auf der neurologischen und chemischen Ebene.”

Wenn ein Ereignis so traumatisch ist, dass die Emotionen Wochen, Monate oder sogar Jahre anhalten, werden sie Teil der Identität. Diese Langzeiteffekte und die Tatsache, dass die Persönlichkeit von der Vergangenheit anstatt von der Zukunft definiert wird, führt dazu, dass der Körper nicht mehr richtig funktioniert.”

Ich kann dem nur zustimmen. Seit Oktober 2016 zutiefst verletzt vom Verlassenwerden, herausgerissen aus der Traumvorstellung von einem gemeinsamen Leben, gepaart mit der Vergangenheitserfahrung (siehe Brustkrebs)....da kam so einiges zusammen. Nur, dass es dann so explosionsartig schnell geht, das hätte ich nicht gedacht. Die Zyste ist ja innerhalb von 2 Wochen zu einem wuchernden Tumor inklusiver “Totalverstreuung im Bauchraum” geworden. Wahrscheinlich war einfach alles viel zu viel.

Conny war einfach ein sehr positiver, kraftvoller Mensch! Immer wieder an sich gearbeitet, genau hingeschaut, Dinge verändert, usw….Sie hat mir immer Mut gemacht, meinen eigenen für mich stimmigen Weg zu gehen. Mir aber auch gezeigt, dass es einfach viel Arbeit ist und man immer “dranbleiben muss”.

Ich sehe jetzt ihren Tod auch nicht als “scheitern” der “Methode”. Sie hatte so sicherlich ein viel längeres Leben. Und irgendwann ist es Zeit für jeden von uns. Da glaube ich schon an so etwas wie “Vorbestimmung”.

Aber jeder Tod mit Ursache Krebs erzeugt ein komisches Gefühl bei mir. Und wenn es noch jemand ist den ich kannte und sehr mochte, ist das besonders schlimm.