Einbruch

Letzte Woche war auf gut deutsch scheisse….

Nach dem ersten Bestrahlungstermin meinte der Arzt, die Lunge müsse punktiert werden, da das sonst mit der Bestrahlung schwierig wird. Zum Glück aber nur die linke Seite, die rechte war kaum voll. Naja, immerhin etwas.

Also, Dienstag Nachmittag wieder die Nadel hinten am Rücken zwischen den Rippen reingestochen bekommen und dann dauerte das recht lange bis der Liter draussen war (und wenn dann der Schlauch hin und her bewegt wird, fühlt sich das wie weitere Stiche an…. arghhhh….)

Mittwoch dann 2 Bestrahlungstermine, zwischendrin zur Elekrohyperthermie.

Den ganzen Tag war mir latent schlecht, was am Donnerstag so weiter ging.

Am Abend hatte ich den vollen Heulanfall. Dieses Schlechtsein, dann Bedenken wegen der Bestrahlung - was passiert da mit meinem Körper?-, Erschöpfung von dem ganzen hin-und-her-gefahre, Angst, Enttäuschung (ich hatte die Idee gehabt, meine Nichte in Amsterdam zu besuchen, da ich Ostern nicht allein sein wollte. Aber in dem Zustand konnte ich mir eine 6-stündige Zugfahrt nicht vorstellen…..), das war mir gerade alles zuviel….. zum Glück hatte eine Freundin Zeit zum telefonieren, da kam ich wieder etwas runter.

Ich war aber auch am Donnerstag morgen noch ziemlich „heulerig“ drauf. Immer wieder musste ich meine Tränen zurückhalten. Und als dann der Arzt für die IPC in meiner Vene „herumstocherte“(die ist schon ziemlich vernarbt), konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. In dem Moment war mir alles zuviel…..

Dieses ständige gepickse, gesteche, dann die Übelkeit….. keiner der für mich da ist und mir Händchen hält, alles immer alleine durchstehen müssen, immer stark sein müssen, damit es weitergeht…….ich kann nicht mehr……

Gut, dass ich dann Nachmittags einen Termin bei Dr.Weber hatte. Da ging es gleich so weiter mit dem Heulen. Tat aber auch gut, alles mal rauszulassen.

Am Freitag vormittag war mir noch etwas schummerig, ab Nachmittag ging es mir aber bedeutend besser.

Der Arzt meinte die Übelkeit liegt daran, dass jetzt Zellen absterben und da ist der Körper sehr beschäftigt und das kann sich in Übelkeit äussern.

Das restliche lange Wochenende ging es mir dann gut. Ich konnte raus, die Sonne genießen und mich auch verabreden, so dass ich nicht die ganze Zeit alleine war.

Ohhh, das tat gut, keine Behandlungen zu haben, kein Terminstress…. konnte mich gut erholen.