Explantation eines zentralvenösen Katheters

Schöner Titel, oder?! Einfacher gesagt, ich habe den Chemoport herausoperiert bekommen! Juchuuu, ein weiteres Kapitel geht somit für mich zu Ende! Einerseits war ich schon sehr froh, diesen Port gehabt zu haben, da die Chemo- und die Antikörpertherapiegabe damit viel besser ging. Wenn ich mir vorstelle über 4 Stunden mit einer Infusionsnadel bzw Braunüle im Arm dazusitzen….. uuuuhhhh….lieber nicht!

Andererseits bin ich jetzt trotzdem froh, das Teil endlich rauszuhaben. Das hat schon immer wieder gestört. Und wie gesagt, gefühlt ist es wie ein Buch zuklappen…. aus, ende, fini mit dem ganzen Scheiss….. Jetzt geht es weiter voran! (hoffentlich!)

Die OP an sich war nicht so schlimm. Wurde in lokaler Betäubung gemacht. Das einzige wirklich schlimme war für mich das Braunüle stechen. 3 Stocherversuche da die Adern entweder platzten oder wegflutschten. Und ich empfinde das Gestocher als sehr schmerzhaft. Aber irgendwann lag die Nadel dann.

Danach blieb ich noch etwas in dem Aufenthaltsraum, da mein Kreislauf doch etwas wackelig war.

Was ziemlich doof war, dass ich mich danach nicht wirklich ausruhen konnte, da ich am gleichen Tag noch meine Arbeitssachen packen musste um nach Berlin auf einen Job zu fahren. Es ging terminlich einfach nicht anders. Aber zwischendurch habe ich mir schon immer wieder gedacht, wie bescheuert das Ganze eigentlich ist. Frisch operiert zu einem Job zufahren. Vor allem als ich dann abends voller Schmerzen im Hotelzimmer lag und ich mich gefragt habe, ob ich denn die nächsten 2 Tage auch schaffe. Schön war es dann nicht, aber ich habe alles gut geschafft!

Und mal wieder mit dem Fazit: als Freiberufler wird man besser nicht krank!