Chemo Vakuum

26.4.2017

Tag 4 nach der Chemo und ich fühle mich mal wieder wie im Vakuum. Bin schlapp , müde, der Kreislauf macht nicht so richtig mit….. mal wieder in der Warteschleife, dass es endlich wieder besser geht und ich wieder halbwegs am “normalen”Leben teilnehmen kann. Zumindest halbwegs…..

Die Geduld schwindet proportional mit der Dauer des Ganzen. Mittlerweile sind es fast 5 Monate, die ich “raus” bin. Fragt sich nur, raus aus was….. raus aus dem Leben bin ich ja nicht wirklich. Raus aus der Normalität? Was ist schon Normalität? Merke, dass ich den allerhöchsten Respekt vor denen habe, die über längere Zeit, trotz täglicher Schmerzen, trotz “Hoffnungslosigkeit”, Aussichtslosigkeit und so weiter, ihren Mut nicht verlieren, weitermachen, l e b e n, ….

Ich habe ja zumindest die Aussicht, dass nach den ganzen Behandlungen wieder so etwas wie Alltag/Normalität kommen wird.

Wobei zu sehen sein wird, inwiefern das so “normal” werden wird.

(Wielange braucht mein Körper wohl, um all das “Gift” zu verarbeiten?….Leber, Niere, Darm?…...Funktionieren die Lymphe irgendwann wieder richtig? Geht die Taubheit in den Beinen weg, oder bleibt das am Ende…?

Dann die Frage, was macht der Job? Kommen wieder genügend Aufträge nach der langen Pause? Und so weiter…..

Bin ich dann auch wieder “normal”? Oder was macht das alles mit mir?