2018

YEAH, ein neues Jahr beginnt!
Und ich freue mich sehr darauf.

2017 war doch ein ziemlich anstrengendes Jahr. 
Vor einem Jahr wusste ich noch nicht so recht, was auf mich zukommt. Alles war in der Schwebe…..Was macht die Chemo, wird sie gleich anschlagen, was macht die Lunge, wie verkrafte ich die Chemo, was passiert mit meinem Körper, die bevorstehende Mega-OP, die ganze psychische Belastung, Verarbeitung der Vergangenheit….und so weiter.

 Das hat alles sehr viel Energie gekostet. 
Aber ich bin glücklich über die Entwicklungen und auch sehr stolz auf mich!
Wie ich ja schon Anfang Dezember geschrieben habe: ohne das alles wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin.
Sicher, auf manches könnte ich liebend gerne verzichten. Die Gliederschmerzen in Beinen und Füssen sind gerade wieder schlimmer geworden. Ich würde mich gerne mehr bewegen, joggen gehen, eislaufen, tanzen, skifahren…..das geht alles nicht wirklich. Und die mögliche Aussicht, dass das mindestens noch so lange geht, solange ich das Avastin bekomme, ist nicht gerade schön. Andererseits könnte es mir aber auch viel schlimmer gehen. Voll von Krebs, schlimmer Lunge, keine Aussicht auf Heilung etc. Insofern ist alles relativ und ich versuche mich an den positiven Dingen zu erfreuen und aufzubauen.
Mit den “guten Vorsätzen für das neue Jahr” ist das ja so eine Sache. Einerseits kann man sich da gern mal total unter Druck setzen, andererseits finde ich es aber auch wichtig, sich sein Leben anzugucken und zu schauen, was gefällt mir daran, was nicht so, möchte ich etwas verändern oder nicht…...es kann so schnell alles vorbei sein….
Ich würde gerne noch mehr “im Moment sein”, wirklich im Jetzt leben, und nicht im gestern oder morgen. Ich möchte am “Selbstliebe-thema” dranbleiben und weiterkommen. und ich habe das Gefühl, zum Thema Weiblichkeit gibt es noch einiges zu entdecken und zu entwickeln, das ist dieses Jahr dran!

Ich habe letztens einen wunderbaren Satz gehört ( in einem Interview mit Michalis Pantelouris, der das tolle Buch “Liebe zukünftige Lieblingsfrau” geschrieben hat), der unter anderem mein Motto für das neue Jahr ist:
“Ich bastel mir aus den Scherben meines Lebens eine Diskokugel und tanze darunter.”
Auch wenn die Beine weh tun sollten, egal: yeah, yeah, yeah!!!