Zuckerersatz

Ich bin von Natur aus eine “Süße”! Ich liebe Süßigkeiten in jeglicher Form!
Daher war das “Krebzellen lieben Zucker” im ersten Momment das schlimmste überhaupt. Nie wieder Süßigkeiten - das halte ich nicht aus.
Dann bin ich auf Stevia gekommen: meine erste Rettung!
Damals musste man es noch bestellen und es war noch ettiketiert mit: “Mundhygiene, Kosmetikherstellung”.
Es war offiziell in Deutschland noch nicht als Lebensmittel “freigegeben”.
Meiner Vermutung nach steckte da die Zuckerlobby dahinter, aber da kann sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen.
Ein Rezeptbuch aus den USA (Jeffrey Goettemoeller “Stevia Das Rezeptbuch”) und das Buch von Barbara Simonsohn “Stevia sündhaft süss und urgesund” waren somit das Erste was ich zu dem Thema las und wo ich gute Rezepte fand. Stevia ist vom Geschmack her durchaus umstritten. Manche können es gar nicht ab, andere nur die pulverisierten grünen Blätter oder das flüssige Stevia. Ich habe viel mit dem hochkonzentrierten Stevia gebacken, aber ein großer Nachteil ist, dass es etwas schwieriger zu dosieren ist, als herkömmlicher Zucker, Ahornsirup, etc. Ein bisschen zuviel genommen und der ganze Kuchen schmeckt nicht mehr.
Meine Erkenntniss zu Stevia: solange es “nur” süß macht, wunderbar, sobald man es rausschmeckt, wird es grenzwertig.
Mit der Zeit gab es auch immer mehr Rezepte mit Stevia, aber so 100% zufrieden war ich nicht. Es mussten halt immer Spezialrezepte sein, ich konnte nie meine Lieblingskuchen einfach so damit machen.

Bei Stevia bitte aufpassen: es ist nur reines Stevia, wenn es ausschließlich Stevia Rebaudiosid-A (Steviol-Glycosid) ist! Es wird oft gepanscht und enthält dann Maltodextrin & co. Daher unbedingt das Kleingedruckte lesen!

Dann entdeckte ich Erythritol! Wow! Das war es!
Erythritol ist genau wie Sukrin ein Handelsname des Zuckerersatzstoffs Erythrit (E 968).
Erythrit sieht aus wie Zucker und hat null Kalorien. Seine Süßkraft entspricht etwa zu 70-75% der von Zucker.
Es ist ein Zuckeralkohol, der in geringen Mengen natürlich vorkommt, zum Beispiel in Käse oder Trauben. Hergestellt wird es durch Fermentation von Glucose.
Da E968 so gut wie nicht in unserem Körper verstoffwechselt wird, hat es keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Heißhungerattacken bleiben aus. Ebenso die bei anderen Zuckeralkoholen gelegentlich anzutreffenden Blähungen, da 90% des Erythrits unverändert über den Urin ausgeschieden werden.
Internationale Studien bescheinigen Erythrit die gesundheitliche Unbedenklichkeit.
Erythrit wird auch als süsses Antioxidans bezeichnet. Dies macht es nicht nur für Diabetiker interessant, da es den oxidativen Stress reduziert und damit die Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen wie Schlaganfall oder Erblindung. Als Fänger freier Radikale wirkt Erythrit positiv auf unseren Organismus.
(Quelle: zuckerersatz-info.de)

Endlich konnte ich jedes normale Rezept nachmachen! Und wenn es mal zu wenig süß war, einfach etwas pulverisiertes Erythritol (wie Puderzucker) darüber und: yummy!
Auch bei Rezepten in denen Ahornsirup oder Agavendicksaft verwendet wird, ersetze ich diese mit Erythritol, dem ich etwas Wasser zugebe, damit es dem Sirup ähnlicher wird, was gut funktioniert.

Ich habe mittlerweile so viele tolle Rezepte, dass ich die meisten meiner Süßigkeiten selber mache.
Und wenn mal gar keine Zeit dafür ist, gibt es auch in den Bioläden mittlerweile einiges, was nur natürliche Süße (Trockenfrüchte, Stevia) enthält.

Ein weiterer Vorteil von Stevia und Erythritol:
Diese beiden Zuckerersatzstoffe können auch bei einer Pilzdiät eingesetzt werden.