Ernährung allgemein

Ernährung wurde für mich zu einem wichtigen Thema

Egal welches Antikrebs-Buch ich gelesen habe, in jedem stand, wie wichtig die richtige Ernährung bei Krebs sein kann bzw ist! (ok, die meisten Schulmediziner muss man zur Ernährung nicht befragen, aber das ist ja nicht nur beim Thema Krebs so)
Jede zu einseitige Diät halte ich allerdings nicht für sinnvoll. Wie auch die Biologische Krebsabwehr in dem Büchlein “Ernährung und Krebs”schreibt:
“es macht für den Krebskranken keinen Sinn, nach ausgefallenen Krebsdiäten zu suchen. Es muss gewarnt werden vor jeder einseitigen Diät. Entscheidend ist es, eine individuell passende, vollwertige, abwechslungsreiche Ernährung zusammenzustellen, die Ihnen gut bekommt. Diese sollte bei höchstmöglicher biologischer Qualität - so naturbelassen wie möglich - gerade Ihren persönlichen Energiebedarf decken.”
Ganz allgemein sind die Empfehlungen: möglichst viele pflanzliche, weniger tierische Lebensmittelprodukte. Viel Obst, Gemüse, Salat und reichlich Ballaststoffe.

Ein Satz, der mir damals ins System gegangen ist, wie kein anderer, lautet:
“viele Krebszellen lieben Zucker” (siehe Krebszelle+Gärung)
Daraufhin habe ich sofort jeglichen Zucker aus meiner Ernährung gestrichen. Am Anfang habe ich mich noch nicht einmal mehr getraut Apfelschorle zu trinken und habe meine Kohlenhydratzufuhr extrem reduziert. (zum Thema Zucker folgt bald ein extra Artikel!)

Ich habe mich sehr auf das Thema “Essen”gestürzt”, da ich dort halt aktiv etwas tun konnte ( und natürlich auch aus der Angst heraus… ich mache keine Chemo, keine Bestrahlung, usw… da muss ich wenigstens das mit der Ernährung richtig machen)
Ich brauchte ein bisschen, um zu verstehen, dass ich da nicht zu extrem sein darf.
Unterstützt wurde das dann auch, nachdem ich den TKTL1-Enzym-Test gemacht hatte und der Wert war so, dass ich davon ausgehen konnte, keine Tumorzellen, die “auf Gärung laufen” habe. Somit “musste” ich dann auch nicht die von Dr.Coy empfohlene Diät(sehr kohlenhydratreduzierte Diät) machen.
Mittlerweile (2017) rät die Biologische Krebsabwehr von der Dr.Coy-Diät als zu einseitig ab.
Ich landete allerdings erst gestern auf der Seite www.lowcarb-ketogen.de, auf der eine Krebspatientin von tollen Erfolgen mit dieser Diät erzählt!

Von mehreren Seiten wurde mir die Öl-Eiweiss-Diät von Dr. Budwig empfohlen.
Aus Biokrebs.de über die Budwig-Diät:
“Johanna Budwig (1908-2003), eine Chemikerin, war der Meinung, dass Krebs durch eine bestimmte Öl-Eiweiß-Kost heilbar wäre. Bei der Budwig-Diät wird im Fettstoffwechsel der entscheidende Faktor für die Krebsentstehung gesehen. Besonders empfohlen wird der Verzehr von Leinsamen, kaltgepresstem Leinöl, Quark und Hüttenkäse. Auch Gemüse, Sauerkrautsaft, Obst oder Nüsse (jedoch keine Erdnüsse) können verzehrt werden. Gänzlich verzichtet werden soll auf Fleisch, Fisch, Butter, konservierte Nahrungsmittel, Margarine, Nudeln, Tiefkühlkost und Zucker. Laut Johanna Budwig hat die Diät Auswirkungen auf die Zellatmung des Tumorgewebes, indem der anaerobe Stoffwechsel der Tumorzellen zurück zum aeroben Stoffwechsel geführt werden könne. Einen von der Wissenschaft akzeptierten Beweis konnte Frau Budwig aber leider nicht erbringen, so dass viele positive Schilderungen auf die Erfahrungen von Patienten zurückgehen.
Unsere Bewertung: Auch wenn es ohne Zweifel einzelne Erfolge gibt, gibt es keine Krebsdiät, die sich bei einer auffälligen Vielzahl von Betroffenen zur Bekämpfung von Krebs bewährt hat. So sollte auch bei der Budwig-Diät nicht davon ausgegangen werden, dass diese Kost spezifisch wirksam gegen Krebs ist. Die Budwig-Diät ist im Gegensatz zu anderen deutlich einseitigeren Diätformen (z. B. übertriebene Formen der makrobiotischen Kost, Breuß-Fastenkur, strenger Veganismus) als medizinisch unbedenklich anzusehen. Insbesondere das von Frau Budwig vorwiegend verwendete Leinöl ist sehr empfehlenswert und kann ohne weiteres z. B. in Form des Leinöl-Quarks in die tägliche Ernährung integriert werden.
Viele Patienten berichten über eine Verbesserung des Allgemeinbefindens durch die Einhaltung der Budwig-Diät. Sicherlich spielen hier die Verwendung von hochwertigen Ölen und Fetten, die Reduktion der Kohlenhydratzufuhr und der Verzicht auf veränderte industrielle Nahrungsmittel eine Rolle. So weisen zahlreiche Studien auf die krebshemmende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren, wie sie auch im Leinöl enthalten sind, hin. Auch aktuelle Forschungen des Tumorwissenschaftlers Johannes Coy zeigen, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine glukose- und kohlenhydratarme sowie eine hochwertige öl- und proteinreiche Ernährung eine Krebstherapie unterstützen kann. Auch darin könnte ein Hinweis für die positiven Wirkungen der Budwig-Diät liegen.
Grundsätzlich gilt: Eine gesunde Ernährung sollte neben ihrem gesundheitlichen Aspekt in erster Linie die Lebensfreude stärken. Entscheidend für die Ernährung bei Gesunden und Krebserkrankten ist es, eine ausgewogene, naturbelassene und abwechslungsreiche Ernährung im Sinne einer sog. lacto-vegetabilen Vollwertkost zusammenzustellen, die auf die jeweiligen Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten ist. Das bedeutet auch, dass z. B. während Strahlen- oder Chemotherapie auf bestmögliche Verträglichkeit und die Verhinderung einer Mangelernährung zu achten ist, so dass eine Vollwertkost unter diesen Bedingungen je nach Verträglichkeit und Verdauungsleistung nicht immer sinnvoll sein muss. Hier können die Bevorzugung von gedünstetem Obst und Gemüse und die Einstreuung milchsäurehaltiger Lebensmittel in den Speiseplan hilfreich sein.”

Ich stellte aber fest, dass mir diese Art von Essen nicht so gut bekommt. Wahrscheinlich wegen der Lactoseunverträglichkeit (damals hatte ich noch keinen LactosefreienQuark gefunden). Mir war sie auch 2009 im Spätherbst zu kalt. Ich war sowieso die ganze Zeit am frieren, da hatte ich das Gefühl. ich brauche unbedingt wärmende Nahrung.
Die spezielle Kombination aus Leinöl und Eiweiss, die so gut für die Zellen sei, nahm ich dann in Form von Proteinpulver kombiniert mit Leinöl ein. (von der Firma Tisso gibt es ein Proteinpulver, das genau die Aminosäuren beinhaltet, die sonst im Quark sind und nach Dr.Budwig den Effekt erzielen. (Cystein, Methanin)

Mein Heilpraktiker meinte, ich solle mich doch nach dem Stoffwechselprogramm “gesundundaktiv” richten. Dort wird durch Blutabnahme ein ganz individueller Ernährungsplan erstellt, um den Stoffwechsel zu optimieren.
Man bekommt dann Listen, die die Lebensmittel aufführen, die
-optimal für den Stoffwechsel sind
-neutral sind
-und die, die unbedingt zu vermeiden sind
Praktischerweise kannte ich dieses Programm schon. Ich hatte es vor Jahren mal zur Gewichtsabnahme ausprobiert.
Zu Beginn habe ich das Programm sehr konsequent eingehalten , im Laufe der Jahre bin ich aber auch da lockerer geworden. Im Grossen und Ganzen halte ich mich aber auch heute noch daran.

Laut meinem Stoffwechsel bin ich eher der “Vegetarier”, wenn dann nur eher selten Fleisch und Fisch. Daraufhin schränkte ich 2009 meinen Fleisch-und Fischkonsum stark ein. Und wenn, dann nur noch “bio”!
Nach einigen Filmen und Dokumentationen über Tierhaltung, Kreisläufe über Futterherstellung, Regenwald-Abholzung, Quecksilber im Fisch usw. entschied ich mich dann , gar kein Fleisch und Fisch mehr zu essen.

Jetzt ganz aktuell lasse ich mich eher von meiner Lust leiten.
Bleibe aber schon bei vegetarisch und gesund!
Als ich aus dem Krankenhaus kam, hatte ich extreme Lust auf deftig, salzig, so was wie Kraftbrühe, Käsebrot etc….
Meine Schwester machte Weihnachten Gemüselasagne, da konnte ich gar nicht genug von bekommen. Wenn ich jetzt nach meinem Kopf gegangen wäre, hätte ich gesagt, nein, das hat zuviele Kohlenhydrate, oder nur ein ganz kleines Stück davon gegessen.
Da ich aber im Krankenhaus ziemlich abgenommen hatte und einfach merkte, mein Körper braucht das jetzt einfach, habe ich mich davon leiten lassen….und das tat mir gut!