• Treiben lassen

    Ich gehe hier in der Reha fast jeden Morgen Schwimmen. Heute hatte ich mal das Becken für mich allein, alles war ruhig. Ich habe mich auf den Rücken gelegt und mich einfach nur treiben lassen....

    Dabei fiel mir dieser wunderbare Spruch von Kurt Tucholsky ein:


    Ist ja auch genau eines meiner Themen... siehe auch Dispenza oder Anita Moorjani, von der ich gerade das Buch "Heilung im Licht" lese ( dazu schreibe ich aber noch mal gesondert etwas ):

    LOSLASSEN (v.a. die Angst) und das Unbekannte ZULASSEN!

    Und: die Welt/das Leben GENIESSEN!!!

  • Zitat

    " It´s only when we truly know and understand that we have a limited time on earth - and that we have no way of knowing when our time is up - that we will begin to live each day to the fullest, as if it was the only one we had"

    Elisabeth Kübler-Ross

  • Reha

    Ich bin jetzt schon seit Dienstag in der Reha.

    Hatte mir länger überlegt, ob ich das überhaupt machen soll, da ich eigentlich so schnell wie möglich wieder arbeiten wollte und ja auch muss. Da ich wieder angefangen hatte zu arbeiten, bekomme ich jetzt auch kein Krankentagegeld mehr.

    Bei Freiberuflern gibt es auch keinen Wiedereingliederungsplan, was ich ziemlich bescheuert finde, ist aber nunmal so. Da ich bei den Jobs aber schon gemerkt habe, dass mir noch Kraft und Ausdauer fehlen, bin ich jetzt froh, dass ich das beantragt hatte. Ausserdem hatte ich das Gefühl, ich brauche den"break", bevor es wieder so richtig losgeht mit dem "normalen" Leben". Alles mal sacken lassen und somit weiter verarbeiten.

    Nun bin ich also in der Rehaklinik Schloss Hamborn.

    Es ist genau das richtige hier! Ich mag es, wie der Mensch hier in seiner Ganzheit gesehen wird und auch dementsprechend die Therapien sind.

    Ok, die erste Stunde Heileurythmie fand ich jetzt schon gewöhnungsbedürftig, aber es ist ja auch alles eine Frage des Einlassens!

    Wenn ich dann noch mein tägliches personal Programm mache (Meditieren und Gymnastik) ist der Tag ausgefüllt. Also langweilig wird es hier nicht!

    Ich komme aber bisher gut damit klar! Ich habe das Gefühl, das regelmässige "Dispenza-Training" zeigt seine Wirkung. Fühle mich im Moment ruhig und ausgeglichen, sehr "bei mir", und das fühlt sich sehr schön an!

    Mal gucken, was noch so alles hochkommt in der Zeit hier...

  • Alles ist möglich!

    Whoohoo...

    bin heute von dem Dr.Dispenza-Workshop wiedergekommen.

    Eswar sehr toll! Mitunter recht "amerikanisch" teilweise, aber nur bezogen auf die Art und Weise und nicht auf den Inhalt! Und der ist einfach sehr überzeugend!!!

    Ich habe darüber ja schon mal ausführlicher am 19.4.2017 geschrieben.

    Der Workshop war eine gute Wiederholung von Inhalten, die ich aus dem Buch schon kannte, aber auch eine Intensivierung, genauere Erklärungen und weitere Übungen/Meditationen.

    Es ist mir nochmal so klar geworden, wie sehr Geedanken, Gefühle, Haltungen, Glaubenssätze und Wahrnehmungen voneinander abhängen bzw. sich gegenseitig bedingen.

    Und, dass einfach ganz viel möglich ist!

    Ein richtiger Motivationsschub, wirklich so oft es geht zu üben.

    Ich will auch den ganzen alten "Mist" nicht mehr. Hab die Schnauze sozusagen gestrichen voll, von diesen ganzen "Mustern" und emotionalen Süchten des Körpers.

    "Emotionale Süchte des Körpers"....diese Formulierung und Erkentnis, war so ein Aha-Erlebnis! Zu kapieren, was da so abgeht...sehr spannend!


    "Um deine Glaubenssätze und Wahrnehmungen zu verändern, musst du eine Entscheidung mit einer derart starken Absicht treffen, dass deine Wahl eine Energieamplitude hat, die grösser ist, als die fest verdrahteten Programme im Gehirn, sowie der emotionalen Süchte deines Körpers.

    Dadurch ist die Entscheidung zur Veränderung eine Erfahrung, die du nie vergisst.

    Sie verändert deinen Seinszustand und du veränderst dich auf biologischer Ebene."


    Und wie gesagt, was ich zudem erstaunlich finde, dass er seine ganzen Erkentnisse im Gehirn messen und somit nachweisen kann. Das macht das Ganze noch glaubhafter.

  • Cookie dough

    Ein weiteres Highlight süsser gesunder Nascherei:

    Ein Cookie dough aus weissen Bohnen! Ja, hört sich vielleicht erstmal schräg an, ist es aber ganz und gar nicht. Das Originalrezept stammt von der tollen Seite www.kaerlighed.de und könnt Ihr hier lesen.

    Ich habe es etwas abgewandelt und gebe die Menge so an, dass es für ein Glas Bohnen passt:

    1 Glas weisse Bohnen (Abtropfgewicht 240g)

    ¼ cup Kokosöl

    ⅓ cup Erythritol mit etwas Wasser

    ¾ TL Plätzchengewürz (oder Vanillepulver)

    Prise Salz

    3TL Kokosmehl

    ⅓ cup Kakaonibs+dunkle Schokolade gemischt ( ich nehme: Vivani 99%Cacao)

    Alle Zutaten bis auf die Schokolade im Mixer gut pürieren, bis eine cremige Masse entsteht. Dann die Schokolade unterrühren. Etwas kaltgestellt schmeckt es meiner Meinung nach noch besser!

  • Avastin

    Heute also wieder die Avastin-Infusion.

    Dabei mal wieder den Oberarzt gesehen, der dann wissen wollte, wie ich das Avastin vertrage. Als ich ihm von der Taubheit unter der Fusssohle erzählt habe und dass das erst seit der letzten Chemo ist, bei der ich ja das erste Mal das Avastin bekommen habe, wurde er hellhörig und fragte genauer nach. Ich soll das ganze jetzt beobachten, wenn es aber schlimmer werden sollte, möchte er mich zu einem Neurologen schicken. Evtl. müsste ich dann noch zusätzlich was bekommen.

    Da sträubt sich in mir ja schon wieder alles…..

    Er sagte aber halt auch, dass das Avastin das Rezidivrisiko ziemlich senken würde, gerade bei so einem fortgeschrittenen Eierstockkrebs, wie ich da hatte.

    Hmmmm….

    Später bei dem Frauenarzttermin sagte die Gynäkologin: “wir können Sie nur aufklären was für Studien und Empfehlungen es gibt etc, aber entscheiden müssen letztendlich Sie allein”. Das hörte sich für mich dann nicht so wirklich dringlich an. Aber man hört ja oft auch nur das, was man hören will…..

    Ich werde jetzt mal beobachten, was die nächsten Tage/Wochen so daherkommt und dann kann ich ja immer noch sehen.

    (Wenn ich allerdings meine tägliche “Quantenheilungs-Meditation” mache, bin ich mir eigentlich jedesmal sicher, dass ich das alles nicht mehr brauche!

    Aber halt nur “eigentlich”. Die Unsicherheit ist halt doch noch da. Aber ich arbeite daran bzw brauche wohl noch ein bisschen, wieder voll und ganz meiner Intuition zu vertrauen!)

  • Verunsicherung

    Nachdem ich gestern eine Sendung gesehen habe, in der es über Methadon und Krebs ging, bin ich ziemlich nachdenklich bzw. verunsichert.

    Offensichtlich kann Methadon dazu beitragen, dass Chemotherapien besser wirken und zudem auch schmerzlindernd sein. Es darf aber nicht als Krebsmedikament verschrieben werden (nur als Schmerzmittel), da die klinischen Studien dazu fehlen. Für diese Studien wird aber kein Geld bereitgestellt, weil, wie es scheint, Methadon zu billig in der Herstellung ist und die Pharmaindustrie damit keinen Profit machen kann (die meisten Studien werden wohl von der Pharmaindustrie bezahlt)

    Wie abartig ist das denn bitteschön! Es geht mal wieder nicht um den Patienten/Menschen, sondern nur ums Geld….

    Im Zuge dessen wurde auch das Avastin genannt, dass ich ja noch bekomme.

    (es wurde als Beispiel genannt, dass ein Medikament wie Avastin, das vielfache im Vergleich zu Methadon kostet und seine Wirksamkeit durchaus umstritten ist)

    Daraufhin habe ich mir einige Informationen zu Avastin durchgelesen und entdeckt, dass eine mögliche Nebenwirkung ebenfalls eine Neuropathie (Taubheitsgefühle) sein kann. Und da ich das mit der Fußsohle ja erst seit der letzten Chemo habe, bei der ja das Avastin zum ersten Mal gegeben wurde, bin ich gerade sehr verunsichert, ob das jetzt nicht daher kommt und ob es richtig ist, dieses Medikament weiterhin zu nehmen. Aaaarghhhh, ich hasse solche Entscheidungen!

    Mein Gefühl war ja schon vor ein paar Wochen sehr kritisch und eigentlich bei einem “nein”..... abe die Verunsicherung einfach zu gross.

    Ok, am Montag bin ich ja wieder im Krankenhaus, da kann ich nochmal genau nachfragen und danach habe ich noch einen Termin bei der Frauenärztin, mal sehen, was sie meint. Wobei ja meine Erfahrung ist, dass die Ärzte im Normalfall alle die gleiche (Pharmaindustrie)-Meinung haben.

    Weitere Info über Methadon unter:

    https://www.biokrebs.de/therapien/weitere-therapie...

  • update

    Jetzt ist die letzte Chemo schon über 4 Wochen her!

    Zwischendurch gab es nochmal eine Antikörperinfusion, von der ich aber körperlich erstmal nichts merke. Nebenwirkungen können ja Bluthochdruck und Nierenbeschwerden sein.

    Die sogenannten Neuropathien (Nervenstörungen) in Beinen und Fusssohle sind nach wie vor unverändert da. Sind unangenehm, behindern mich aber bei normalem Gehen nicht, und rennen soll ich sowieso noch nicht (bei kurzen “Versuchen” habe ich aber schon gemerkt, dass das behindert). Daher hoffe ich sehr, dass sich die Störungen wieder zurück bilden. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

    Wie es so insgesamt mit meinem Körper aussieht, wird u.a.diese Woche mit einem sogenannten Oligoscan geprüft.

    http://www.krebstherapie-nord.de/chronisch-krank/o...

    Bin gespannt, was jetzt so an “Aufbau” ansteht.

    Psychologische “Aufarbeitung” mache ich ja schon die ganze Zeit, zusätzlich besuche ich Anfang Juli einen Wochenendworkshop von Dr.Dispenza, auf den ich schon sehr gespannt bin!

    Und danach geht es dann für fast 3 Wochen in die Reha. Eigentlich würde ich gerne gleich wieder ins “normale”(Arbeits)Leben hüpfen, aber ich merke andererseits auch, dass ich dafür noch nicht so ganz die Kraft und Energie habe. Ich glaube es tut ganz gut, einmal raus aus allem zu kommen, ganz auf sich zurückgeworfen zu sein, auch um mehr Zeit zu haben, alles was jetzt so war zu verarbeiten.

    Was ganz toll ist, dass ich nun auch wieder anfangen konnte zu arbeiten.

    Nachdem bei dem ersten Job der Kreislauf total im Keller war und ich echt zu kämpfen hatte, den Tag gut zu Ende zu bringen, habe ich jetzt wieder mehr Energie und aufgrund besserer Blutwerte kaum noch Kreislaufprobleme!

  • Emla-Pflaster

    Heute mal wieder was unter der Rubrik "gut zu wissen":

    Ich weiss jetzt nicht, ob das überall gängig ist, aber in meinem Krankenhaus bekommt man für das Anpicksen des Chemoports ein sogenanntes Emla-Pflaster. Man klebt es ca 1 Stunde vorher über den Port und hat somit keine Schmerzen beim Port-Anstechen, was ich sehr angenehm finde!

    (“Emla Pflaster enthält zwei Wirkstoffe, die Lidocain und Prilocain heißen. Diese gehören zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Lokalanästhetika genannt werden.

    Emla Pflaster wirkt, indem es die Hautoberfläche kurzzeitig betäubt. Es wird vor bestimmten medizinischen Eingriffen auf die Haut aufgetragen. Dies hilft, den Schmerz auf der Haut auszuschalten.

    Es kann zur Betäubung der Haut angewendet werden vor:

    einem Nadeleinstich (z. B. wenn Sie eine Injektion bekommen oder zur Blutabnahme).

    kleineren operativen Eingriffen an der Haut.” www.patienteninfo-service.de)

  • Einmal Wimpern bitte!

    So, jetzt nachdem die letzte Chemo schon 2 Wochen her ist, versuche es wieder mit dem Wimpernserum. Während der Chemo hatte das ja nichts gebracht, da war das “Gift” einfach stärker.

    Eine Patientin im Krankenhaus schwärmte von Nanolash, somit werde ich das jetzt mal ausprobieren. Ist auch fast um die Hälfte günstiger als das RevitaLash, über das ich ja schon mal geschrieben hatte. Es wird genauso aufgetragen, wie ein Eyeliner, direkt am ursprünglichen Wimpernrand!

    Ich hoffe, dass es genauso gut wirkt, wie bei der Patientin, und ich bald wieder Wimpern bekomme. Aber so 6 Wochen wird das auf jeden Fall noch dauern.

    Mittlerweile ist aber mein 2. Vorname ja Geduld, also, kein Problem! smiley