• Visualisieren

    Heute möchte ich zum Thema Visualisieren schreiben.

    Eine Freundin brachte mir jetzt im Dezember das Buch “Wieder gesund werden” von Dr .Carl Simonton mit ins Krankenhaus. Ich hatte von dem Buch schon damals gehört, es dann aber doch nicht für so wichtig für mich gehalten.
    Jetzt war s genau das richtige für mich.
    Dr.Simonton hatte schon in den 60ern herausgefunden, dass der psychologische Aspekt bei der Behandlung von Krebserkrankungen von grosser Bedeutung ist.
    Und dass man sehr wohl seinen eigenen Heilungsverlauf damit beeinflussen kann! Allein schon der Glaube “ich werde wieder gesund” kann viel bewirken.
    Dr.Simontons Methode ist v.a. die der Visualisierung.
    Er empfiehlt so etwas wie eine Visualisierungs-meditation.
    Es fängt erst mit Entspannungsübungen für den ganzen Körper an, dann “bleibt man mit den Gedanken ein paar Minuten an einem Wohlfühlort.
    Danach stellt man sich die Krebszellen als schwache, langsame, träge Zellen vor, die durch die Chemo abgetötet werden und dann von einer grossen Menge weisser Blutkörperchen aus dem Körper geschafft werden! Es werden sozusagen die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers aktiviert.
    Aus meiner Sicht macht das total Sinn!
    Somit aktivier ich meinen Körper “mitzumachen” und es gibt ein gutes, starkes Gefühl!

    Laut Simonton solle man diese Übung 3x am Tag machen. Ganz so oft schaffe ich es dann doch nicht, aber auch 1 mal am Tag bringt sicher grossen Nutzen, denke ich.


    Cornelia Kaspar, eine Therapeutin, die mit der Simonton-Methode arbeitet, schreibt:
    “Es macht einen Unterschied, ob ich mir sage: „Ich habe Krebs und möchte nicht sterben‘‘ oder ob ich mir sage: „Ich habe Krebs und will Leben‘‘ und dann gehen wir in Richtung Leben. Wenn ich leben möchte, wie möchte ich leben? Wie würde ich mir das wünschen? Welche Ziele sind für mich erstrebenswert? Was kann ich heute tun, heute, damit es mir heute besser geht und ich mich heute wohl fühle und weniger Stress habe? Das ist eigentlich die Hauptausrichtung.
    Wenn wir uns vorstellen, dass eine Chemotherapie mehr schadet als nutzt, dann hat das tatsächlich auch diese Auswirkung, weil ich sie unter Stress erlebe. Wenn ich stattdessen eine positive innere Einstellung habe mit diesen Hormonausschüttungen, die gut sind, dann erfahre ich die Chemotherapie als eine hilfreiche Medizin. Ich erlebe es immer wieder, dass Patienten, die die Vorstellungskraft auch so nutzen, viel weniger Nebenwirkungen haben als die anderen Patienten.
    Ob und wie schnell man gesund wird, hängt nie nur von Medikamenten und Medizinern ab. Auch der emotionale und psychische Zustand eines Krebs-Patienten hat Einfluss auf den Heilungsprozess. So überlegte sich ein amerikanischer Onkologe, ein gewissen Carl Simonton, wie er die Hoffnungslosigkeit seiner Patienten in Hoffnung verwandeln könnte. Er entwickelte eine Visualisierungstechnik, die Simonton-Methode. Eingesetzt in der psychoonkologischen Nachsorge, bietet sie die Möglichkeit, sich wieder zu stabilisieren, neue Hoffnung und neuen Mut zu schöpfen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.”



  • Verletzungen

    19.1.2017

    Erkältung im Anflug.
    Verunsichert mich, zumal die Ärztin gestern nachmittag nach dem Blutcheck extra noch angerufen hat. Der Leukozyten-wert ist sehr niedrig und ich bin daher sehr infektanfällig . Sollte Fieber kommen, muss ich ins Krankenhaus.

    Sehr intensiven Therapietermin gehabt. Es ging um Weiblichkeit… da landeten wir bei der Brust. Und plötzlich kamen die ganzen OPs wieder hoch, das Wegschneiden der linken Brustwarze, die Gefühllosigkeit beider usw…..
    Wie soll ich zu meiner Weiblichkeit finden, wenn ich so beschnitten wurde?
    Natürlich hängt die Weiblichkeit nicht nur an der Brust, ist mir schon klar, aber
    ich merkte, wie sehr die “Verletzung” und Traurigkeit noch in mir steckt.


  • Ein richtiger Durchhänger

    14.01.2017
    Seit längerem mal wieder einen richtigen Durchhänger gehabt.
    Bin wieder nachts aufgewacht ( seit dem ich zuhause bin, kann ich nicht mehr durchschlafen. muss nachts auf Toillette und kann danach nicht mehr richtig tief einschlafen), und konnte aber diesmal überhaupt nicht mehr eindösen.

    Habe mich in Annehmen und Widerstandslosigkeit versucht, habe ich aber in dem Moment überhaupt nicht geschafft.
    Viele Gedanken, ein Hin-und-her-Gewälze, Bauchschmerzen, Unterleibsziehen…. da habe ich dann nach einiger Zeit einen Heulanfall bekommen…. mir wurde kurzfristig alles zu viel. Die Schlafstörungen sind wohl der Wechseljahre geschuldet, in die ich ja durch die OP sofort hineingeworfen wurde….
    “jetzt habe ich nicht nur mit der Chemo zu kämpfen, jetzt kommt auch noch das obendrauf, dann dieses ständige Bauch-Darm-thema… alle anderen können einfach so mit ihrem Leben weitermachen und ich sitz hier in diesem ganzen Mist…”
    Eine grosse Ladung Selbstmitleid einmal über mich gekippt.
    Aber das gehört halt auch dazu.



  • heute nur Sofa möglich

    12.01.2017
    Puuuuh, heute ist ein “Holzhammertag”. Habe das Gefühl, als hätte ich ein paar Schläge auf den Kopf bekommen und fühle mich sehr “zerdatscht”.
    Sofaliegen, viel schlafen, bisschen Fernsehen….. mehr ist heute nicht drin.
    Die Bauchschmerzen sind zum Glück wieder besser geworden.
    Ich frage mich, wie andere es schaffen, während der Chemo arbeiten zu gehen?
    Habe ich immer wieder in Berichten gelesen.
    Ok, wenn ich jetzt einen Schreibtischjob hätte, hätte ich letzte Woche auch gut arbeiten gehen können, aber heute garantiert nicht.



  • 2.Chemo

    11.1.2017
    So, heute also wieder Chemo-Tag.
    Ein bisschen nervös war ich schon, aber kein Vergleich zum ersten Mal ( da wusste ich ja auch so gar nicht, was auf mich zu kommt)
    es lief auch alles gut…. bin sogar zwischendurch mal mit meiner Meditationsmusik im Ohr eingeschlafen :-)
    Heute Nachmittag hab ich mich auch gut gefühlt, jetzt abends fingen allerdings wieder die Bauchschmerzen an, die ich ja auch letztes Mal schon hatte.
    Also mal sehen, wie es diesmal mit den Nebenwirkungen wird….
    Noch eine gute Nachricht von der Ärztin: die Tumormarker sind stark zurückgegangen! zwar immer noch hoch…. aber kein Vergleich zu vorher.
    Ist ja auch toll! Neben der Lunge noch mehr Bestätigung, dass die Chemo anschlägt!


  • Perücke ausgesucht

    6.1.2017
    Es geht nach wie vor aufwärts!
    Ich kann mittlerweile in ganz normalem Tempo gehen! Wird immer besser mit der Kondition! Gestern war ich mit einer Freundin fast 2 Stunden an der Elbe spazieren. Es war herrlicher Sonnenschein und einfach sehr schön, wieder “richtig” draussen sein zu können!

    Heute hatte ich einen Termin in einem Zweithaarstudio.
    Als die Ärztin mir im Krankenhaus das Rezept für eine Perücke gab, dachte ich erst, nee, brauch ich nicht. Mittlerweile hab ich aber meine Meinung geändert. So ein Milimeter-Haarschnitt mag ich ja, aber gar keine Haare aufm Kopf sieht glaube ich nicht schön aus.Ausserdem ist es sehr kalt im Moment und immer nur Wollmütze mag ich auch nicht. Habe mir was bob-mässiges ausgesucht, nächste Woche nochmal einen Termin zum schneiden und dann hab ich wieder eine “Tollen”-frisur :-))
    Die Frau in dem Studio war sehr nett, haben viel gelacht und hatten unseren Spass!
    Und ein ganz tolles Turbantuch habe ich mir noch ausgesucht. Auch eine gute Alternative!

    Ich war in Hamburg bei www.a-haargenau.de



  • Gedanken zum Jahresanfang

    01.01.2017
    Neues Jahr, neues Glück!

    Ja, eigentlich kann es ja nur besser werden….. 2016 war doch ein sehr anstrengendes Jahr, auch schon vor dem Dezember. Was dann kam, toppte das dann aber noch alles….
    Jetzt heisst es verarbeiten, vor allem loslassen und dann: nach vorne schauen!!!
    Gesund werden steht im Fokus und ich werde alles dransetzen!
    Auch wenn ich noch unsicher bin bei der Ursachenforschung…. ich würde schon gerne wissen, warum das so alles in meinem Körper entstanden ist…. Beim Brustkrebs war das so klar für mich, jetzt kommt es mir eher wie Spekulation vor. Auf der anderen Seite merkte ich ja seit Juni, dass mein Körper auf den Beziehungsstress reagiert ( ich hatte nur alles im Darm angesiedelt, da Blähungen, Bauchschmerzen etc…) und etwas nicht stimmt.
    Ich habe nicht auf mich geachtet, habe nicht “stop” gesagt, habe mir Dinge angetan, um die Beziehung zu retten...eine total bescheuerte Strategie, wie sich dann ja später herausstellte.
    Kommt wirklich alles daher, oder kommt der Krebs woanders her ( viele meinen, das kommt halt sozusagen schicksalsmässig…. ich habe da aber doch einen anderen Ansatz und denke nachwie vor, dass der Körper auf Stress, Druck etc reagiert, eben wie Dr.Weber die Krebsentstehung in den meisten Fällen erklärt!)
    Habe ja die nächsten Wochen und Monate Zeit das alles rauszufinden….
    Die ersten 2 Therapiestunden nach dem Krankenhaus hatte ich jetzt schon vergangene Woche (systemische Aufstellung und Körpertherapie nach Dr.Weber)

    Die “Arbeit” geht los!


  • es geht aufwärts!

    28.12.
    Ich bin immer noch zuhause :-)))) Juchuuu!
    Die Chemo scheint tatsächlich schon angeschlagen zu haben! Die Lunge hält bisher!
    Jetzt ist die letzte Punktion schon über einen Woche her!
    Das baut echt total auf!
    Auch sonst geht es mir immer besser! Die Bauchschmerzen gingen dann am 26.12. zum Glück fast weg, jetzt ist es so wie vorher…. immer mal Bauchgrummen, aber keine Schmerzen mehr :-)
    Die Energie kehrt so langsam zurück.
    Heute habe ich es tatsächlich geschafft zu Fuss ins Krankenhaus zu laufen und nach dem Blutabnehmen wieder zurück! Das wäre vor 5Tagen noch undenkbar gewesen.
    Ich freue mich jetzt einfach über jeden kleinen Fortschritt.


  • wieder zu Hause

    24.12.2016
    Ich bin seit gestern wieder zuhause!
    Schon komisch, nach 3 Wochen Parallelwelt wieder ins “reale”Leben zu kommen.
    wobei, r e a l fühlt es sich immer noch nicht an. Aber immerhin wieder die eigene Wohnung, das eigene Bett etc….
    Gestern war ich noch sehr schlapp und müde, zumal mir mein Bauch/Darm auch noch ziemliche Schwierigkeiten macht. Habe fast durchgehend Bauchschmerzen, auch die Nacht war nicht gut,
    Was mich allerdings total aufbaut, dass die Lunge bisher gut mitmacht, bzw nicht schlechter wird! da nehme ich gerne die Bauchschmerzen in Kauf.
    Und heute geht es mir auch schon wieder besser. Hab etwas mehr Energie, sogar 2 x kurz draußen gewesen!

    Und heute Weihnachten…. schon komisch, vor ein paar Wochen noch, hatte ich davon ganz andere Vorstellungen (fahrt ins Allgäu, Freunde treffen, family etc)….. aber was total schön ist, meine Schwester und meine Nichte sind hier und wir machen es uns nachher richtig gemütlich!

    Das ist so schön, dass meine Familie so für mich da ist! Auch meine Freunde die die Wochen im Krankenhaus für mich da waren, mich unterstützt haben, ein Ohr für mich hatten, oder mich einfach in den Arm genommen habe… fühle mich so geliebt und getragen! Das ist sicher auch ein wichtiger Punkt beim Gesundwerden!

    Vielen Dank Euch allen aus tiefstem Herzen!



  • 1.Chemotag

    Das Bild hat Mavi gemalt, die Tochter einer meiner helfenden Engel!
    Das Bild hat Mavi gemalt, die Tochter einer meiner helfenden Engel!
    21.12.2016
    Chemotag
    Puh, war ich aufgeregt und nervös!Hatte ja keine Ahnung, was da so auf mich zukommt.
    Alles in allem war es gar nicht schlimm: das Durchlaufen der Flüssigkeit merkt man nicht, es wird auch nicht warm oder kalt. Etwas komisch war, dass meine Hände und Füsse mit Eispads umwickelt waren ( das hatte ich aber vorher schon gelesen)....das soll verhindern, dass die Finger-und Zehenkuppen taub werden.
    Was ganz toll war, dass meine Schwester mich begleiten konnte, das hatte mich doch beruhigt.
    Und dann hatte ich von Anfang an aber ein ok-Gefühl, als ich dann erstmal saß und es losging.
    Erst haben wir uns unterhalten, dann hab ich längere Zeit Meditationsmusik gehört und mir vorgestellt, wie heilende Flüssigkeit durch meine Körper fliesst und alles krankmachende und störende mitnimmt und aus mir herausschwemmt!
    Das ganze dauerte dann doch ganz schön lange: von 8:30 bis 13:45 sass ich da.
    Allein das eine der 2 Medikamente braucht 3 Stunden bis es durch ist.
    Danach und auch jetzt am Abend geht es mir gut, bin aber schon ganz schön schlapp.
    Jetzt geht sozusagen die Spannung los, ob, welche Nebenwirkungen jetzt so auftreten. Ich versuche optimistisch zu bleiben und selbst wenn sie kommen, das beste draus zu machen.
    Am wichtigsten ist eigentlich, dass die Lunge besser wird. Noch kann ich nicht viel sagen, das ja die Tage direkt nach der Punktion immer gut waren.

    Wir werden sehen…..