• Nicht gut....

    5.4.2017

    Uäh, heute geht es nicht gut….

    Komme kaum vom Bett bzw Sofa hoch. Sofort kriege ich wackelige Beine und der Kreislauf lässt nach. Dann ist mir die ganze Zeit flau und die Beine tun weh.

    Obwohl das meiste an Flüssigkeit raus ist, sind die Nerven immer noch nicht ok. Viele taube Stellen und sehr berührungsemfindlich, ziemlich unangengehm. Und jetzt kommen noch Gliederschmerzen dazu.

    Na prima! Zum wütend sein, ist mir s grade zu schlecht...heulen wäre ne Alternative (ist es ja auch oft genug), bringt aber letztendlich auch nichts, ausser vielleicht Druckabbau…..

    Gestern mal wieder Eckhart Tolle “Küss den Frosch” gehört. Sollte ich eigentlich täglich machen.

    Annehmen, Annehmen, Annehmen der Situation und k e i n e n Widerstand gegen das Jetzt

    Nur das bringt wirklich etwas.

  • 4.Chemo

    1.04.2017

    Gestern war dann also die 4.Chemo.

    Hatte schon einigermaßen Bammel, da mein Körper einfach noch ziemlich angegriffen und alles andere als fit ist.

    Ich bin schon erschöpft und nachmittags kam jetzt auch noch etwas Übelkeit dazu, aber es geht bisher. Also mal sehen, wie es sich weiterentwickelt.

    Was mich allerdings beunruhigt ist, dass der Tumormarker wieder angestiegen ist.

    Die Ärzte meinten, das können sie jetzt auch nicht genau sagen, warum. Man solle die Zahlen aber auch nicht überbewerten. Es muss nicht gleich heissen, dass irgendetwas schlechter wird.

    Trotzdem merke ich, wie leicht ich zu verunsichern bin.

    Zudem kam die Empfehlung ein Knochenszintigram machen zu lassen, da Brustkrebs gerne mal in die Knochen streut.

    Eigentlich gehe ich ja davon aus, dass der Brustkrebs längst Vergangenheit ist, aber diese ganzen Infos wegen Genmutation, engmaschiger Kontrolle, eine Untersuchung nach der anderen… das macht mich ganz kirre.

    Hab keinen Bock mehr auf diese ganze Krebsscheisse und die ständige Angst davor.

  • Bauchnadel die 2.

    29.3.2017

    Uuuh, diese Nadeln…. das war gestern nicht angenehm. Der Arzt hatte die Nadel irgendwie nicht so gut getroffen, wie letzte Woche. Letztesmal tat nur der Stich sauweh, danach hab ich nichts mehr gespürt. Gestern spürte ich die Nadel die ganze Zeit. Bei jedem Atemzug in den Bauch tat das Ding weh. Hab dann versucht, nur noch ganz flach zu atmen, das ging dann besser.

    Es ging auch zum Glück schneller, da “nur” 3 Liter abgelassen wurden.

    Der Bauch war wieder weicher, tat aber danach komisch weh.

    Jetzt hoffe ich ehrlich gesagt, dass mein Lymphsystem mit der verbliebenen Flüssigkeit auch so klar kommt.

    Ich mag kein Gepieckse mehr….

    Heute 2 Therapietermine.

    Einmal wieder hochdosiertes VitaminC als Infusion zur Stärkung; und dann gab mir mein Heilpraktiker ein alternatives Schmerzmittel mit, das mir wesentlich sympathischer ist, als die Chemie: Cannabidiol. Wie der Name schon verrät ist das CBD-Öl aus gelöstem, biologisch angebautem Nutzhanf und Hanfsamenöl. Es enthält weniger als 0,17% THC und ist nicht psychoaktiv.

    Es steht sogar dabei, dass es beim Vermindern des Wachstums von Krebszellen, der Blutgefäßbildung an Tumoren und dem Tumorzellentod helfen kann, ohne auf gesunde Zellen zu wirken, wie auch das Entstehen von Metastasen einschränken.

    Ok, ob das jetzt wirklich stimmt, kann ich nicht sagen. Aber wenn es schon mal als Schmerzmittel hilft und für guten Schlaf sorgt, dann kann es ja schon viel!

    Der zweite Termin war dann zur Akupunktur, um mein System zu stärken, den Lymphfluss anzuregen etc….

    An dieser Stelle möchte ich auch einmal vielen vielen Dank an meine wunderbaren Begleiter sagen:

    Die Naturheilpraxis Kempf in Volksdorf und

    die Praxis Karolin Lankreijer in Altona

  • Genmutation BRCA2

    Ich war heute bei der Humangenetik und bekam das Ergebnis der Genuntersuchung nochmal ganz genau erläutert. (Telefonisch wurde mir das Ergebnis schon einmal durchgegeben)

    Tatsächlich wurde eine Mutation im BRCA2-Gen gefunden, die eindeutig pathogen ist. Sprich, somit wurde die genetische Anlage für den erblichen Brust-und Eierstockkrebs nachgewiesen.

    Und es ergibt sich somit prinzipiell ein erhöhtes Risiko für eine weitere Brustkrebserkrankung.

    Erster Gedanke:

    F***, ich will nicht mehr!!! Wenn ich sowas höre, könnte ich bloss noch schreien…

    Ich hab echt genug davon, es reicht jetzt mal!

    Eine Frauenärztin meinte auch letzte Woche schon mal, ich solle mir längerfristig überlegen, ob ich die noch erhaltene Brust nicht auch abnehmen lasse….

    NEIN, nicht noch mehr…. nicht die andere Brustwarze auch noch weg…..

    was soll denn noch alles weggeschnitten werden?

    Dann heisst es jetzt engmaschige Kontrollen: alle halbe Jahr Ultraschall, einmal im Jahr MRT.

    Zweiter Gedanke:

    Weiterhin mit Dr.Dispenzas Methode arbeiten, der ja sagt, dass man auch die Gene mit Hilfe der Gedanken verändern kann, wenn man regelmässig “übt”sozusagen.

    Ich glaube jetzt auch nicht, dass der Krebs nur durch diese Mutation entstand. Da kamen schon mehrere Faktoren zusammen. Glaube nach wie vor, dass die Psyche eine grosse Rolle spielt. Wenn ich nicht auf mich aufpasse, nicht auf mich höre, mich klein und fertig machen lasse, mich alleine und verlassen fühle, mich selbst nicht liebe….ist das der perfekte Nährboden für (Krebs)Krankheiten. Aber sicher begünstigt dann so eine körperliche Gen-Konstitution das Entstehen.

    Interessant ist das ganze jetzt natürlich auch für die restlichen Familienmitglieder.

    Für meine Geschwister stehen die Chancen 50:50 , dass sie die gleiche Mutation haben. Und für deren Kinder wiederum 50:50.

    Die Frage ist halt, ob man das wirklich wissen will. Das ist sicher Typsache und muss jeder einzelne für sich entscheiden.

  • Hier und jetzt

    Ich fühle mich wie in einer Art Zwischenzustand bzw. Wartezeit.

    Mir fällt auf, dass es mit Schmerzen und Übelkeit noch viel schwieriger ist als sonst, so ganz im “Hier und Jetzt” zu sein...

    Habe das Gefühl, gar nicht richtig am Leben teilzuhaben, da ich eigentlich nur darauf w a r t e , dass es mir endlich besser gehen möge.

    Ich kann halt auch nicht wirklich das tun, worauf ich Lust habe. Längeres Sitzen bereitet mir Schwierigkeiten, Bücher lesen finde ich unter Schmerzen oder Übelkeit auch anstrengend, und Spazierengehen geht zwar, aber auch nur begrenzt.

    Wenn ich raus gehe, habe ich das Gefühl, ich befinde mich in einer Parallelwelt. Um mich herum alle in ihrem Alltag, in meiner Vorstellung alle gesund, und ich bin komplett aussen vor, weil es mir so geht, wie es mir geht…..

    Und dann die Gedanken, wielange es mir wohl noch so geht…. wann wird das alles wieder besser, was machen die nächsten Chemos mit mir, und so weiter.

    Dabei scheint heute die Sonne, es ist ein wunderbarer Tag! War vorhin schon bei der Lymphdrainage und bin durch den Park gelaufen. Das tut einfach nur gut, sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen. Im nächsten Moment kam aber schon wieder die Übelkeit hoch und die Freude am Moment war weg.

    Ist wirklich gar nicht so leicht für mich, Tage, an denen es mir nicht gut geht, trotzdem mit schönen Momenten zu füllen, den Tagen Sinn zu geben, Freude zu haben.

    Und dabei habe ich ja “nur” physischen Stress. Wie mag es da den Menschen gehen, die nicht so gute OP-Ergebnisse bzw. ganz andere Prognosen als ich haben??

  • Wieder schlechter...

    27.3.2017

    Nachdem ich letzte Woche 2 wirklich gute Tage hatte ( kaum mehr Schmerzen, keine Übelkeit mehr/ konnte sogar mal auf Schmerzmittel und Schlaftabletten verzichten!!!), wurde es dann ab Freitag wieder schlechter….

    Heute ist die Übelkeit wieder ziemlich unangenehm und die Nacht war trotz Schmerztablette nicht besonders gut. Bauch ist so gespannt, das drückt nach allen Seiten.

    Und obwohl ich Horror vor der Bauchnadel habe, freue ich mich auf die Punktion morgen!

  • Bauchpunktion

    21.3.2017
    Nachdem die letzten Tage alles andere als schön waren und gestern die Übelkeit und Beinschmerzen echt extrem waren, hatte ich heute endlich den Nachsorgetermin im Krankenhaus.
    Der Arzt guckte kurz auf den Bauch, machte Ultraschall und meinte: “das geht so nicht, da müssen wir was tun! Wir werden gleich punktieren.”
    Nadel in den Bauch (uuuh, das tat wieder weh, trotz lokaler Betäubung), dann lag ich da eine ganze Weile und die Flüssigkeit lief aus dem Bauch. Nach fast 4 Litern war erstmal Schluss. Ich merkte schon gleich währenddessen eine Erleichterung.
    Endlich war der grosse Spannungsdruck im Bauch weniger. Auch mein Kreislauf machte gut mit, somit konnte ich nach einer kurzen Erholphase wieder nach Hause gehen. Der Arzt meinte, dass jetzt auch die Übelkeit besser sein müsste, da die Flüssigkeit einfach sehr den Magen nach oben gedrückt hatte.
    Wahrscheinlich läuft die Flüssigkeit wieder nach, aber ich bin jetzt erstmal froh über die spürbare Erleichterung!
    (die Flüssigkeit kommt von der OP und hat nichts mit Krebszellen zu tun, wie damals bei der Lunge!)
    Eigentlich sollte die nächste Chemo jetzt am Freitag stattfinden, der Arzt meinte aber, ich müsse erstmal wieder besser zu Kräften kommen. Somit wird auf voraussichtlich 31.3. verschoben. Je nach dem, wie es mir dann geht.
  • Geduld ist gefragt

    17.3.2017
    puuuh, es ist nicht schön….
    Jetzt bin ich schon seit fast einer Woche aus dem Krankenhaus raus und muss sagen, dass es mir keinen Deut besser geht, als letzte Woche. Das hatte ich mir tatsächlich anders vorgestellt. Zumindest leichte Verbesserungen, dachte ich. Aber teilweise ist es sogar schlimmer. Bauchkrämpfe, Beinschmerzen (trotz Lymphdrainage), seit gestern auch wieder Übelkeit…..
    Gestern mit einer Ärztin telefoniert, die meinte, das sei nach so einer OP normal, das wird einfach dauern. Arghhh, ich will nicht mehr….somit gibt es auch immer wieder mal Heulanfälle zwischendurch. Bevorzugt abends, da sind die Beschwerden am stärksten und wenn ich mir die Thrombosespritze in die total angeschwollenen gespannten Oberschenkel drücken muss….das ist einfach alles andere als angenehm.
    In einer Woche soll es die nächste Chemo geben. Das kann ich mir im Moment noch so gar nicht vorstellen… aber vielleicht wird es ja jetzt von Tag zu Tag besser.

    Ok, Geduld, Geduld, Geduld...und mal wieder: Annehmen und keinen Widerstand gegen das Jetzt! (fällt mir im Moment sehr schwer….)

    Und, was mich auch immer wieder “runterholt”: bei all den Schmerzen und all dem Rest habe ich immer noch verdammtes Glück! Ich bin auf einer Seite von und mit anderen "Krebsis" und was ich da tagtäglich lese an schlimmen Verläufen und Diagnosen, da dürfte ich keine Sekunde jammern.
    Es ist alles so verdammt relativ!.
  • Karotten-Erdnuss-Cookies

    Karotten-Erdnuss-Cookies
    Diese Rezept geht schon mal ziemlich in Richtung Lowcarb. Als ich im Herbst eine Anti-Darmpilzkur gemacht hatte, habe ich 2 Rezepte kombiniert, um es sozusagen passend zu machen.
    Herausgekommen ist folgendes

    1 cup Mandelmehl
    1 TL Backpulver
    1 Prise Salz
    1 cup Flocken ( ich verwende meistens Dinkel-oder Hirseflocken)
    1 cup geriebene Karotten (150g)
    ⅓ cup gehackte Erdnüsse (oder Nüsse nach Belieben)
    ⅓ cup Erdnussmus
    ½ cup Erythritol mit etwas Wasser
    ½ cup Kokosöl (weich/geschmolzen)
    1 TL geriebener Ingwer

    Mandelmehl, Backpulver, Salz und Flocken gut mischen, dann die restlichen Zutaten dazurühren.
    Backblech mit Papier auslegen und esslöffelgrosse Teigmenge in Keksform ( ca 1cm dick) auf Backpapier drücken. Wenn der Teig zu klebrig ist, Gabel zur Hilfe nehmen!
    Bei 180Grad (165 Umluft) ca 10-12 Minuten backen und auskühlen lassen!
    Ergibt ca 16 Cookies
  • Schmerzen

    12.3.2017
    Seit gestern wieder zuhause!
    Einerseits ist es sehr schön wieder daheim zu sein, andererseits habe ich das Krankenhausbett letzte Nacht sehr vermisst…. Die Fernbedienung, mit der man das Bett ganz einfach hoch- und runterkippen, eine Welle unters Knie machen kann, etc..
    Ich lag heute Nacht auf dem Rücken und hatte Polster unter den Knien ( um die Bauchnaht zu entlasten). Das war zunächst sehr angenehm. Als ich mich dann aber drehen wollte, kam ich mir vor wie ein Käfer der auf dem Rücken liegt und nur noch strampeln kann, aber weder vor noch zurück kommt. Nur dass ich noch nicht einmal mehr strampeln konnte ...es tat einfach alles nur noch weh…..
    Bauch, Beine, Hüften sind nach wie vor dick und geschwollen….. angenehm ist echt was anderes.