• Ernährung bei Krebs aus biochemischer Sicht


    Ich hatte schon vor einiger Zeit mal über Ernährung unter dem Stichpunkt “Krebszellen lieben Zucker” geschrieben. Warum ist das so? Wie funktioniert eine gesunde Zelle, und wie eine Krebszelle?

    Ich fand es damals schon interessant sowohl von Dr.Weber als auch von meinem Heilpraktiker erklärt zu bekommen, was passiert, wenn eine Normalzelle zur Krebszelle wird, und warum dann bestimmte Behandlungen Sinn machen

    Dazu möchte ich aus “Hoffnung bei Krebs” von Dr.Weber zitieren, der das Ernährungsthema aus biochemischer Sicht erklärt:

    “Bei der normalen Zelle haben wir die Zellatmung als Energiegewinnung: Da wird Zucker (Glukose) zusammen mit Sauerstoff in Energie umgewandelt. Diese Stoffwechselform findet in allen Körperzellen statt, außer in den Nervenzellen, in den Zellen in der Netzhaut, in den Erythrozyten und in den Hoden.

    In diesen Organen haben wir primär eine Gärung, d.h. Umwandlung von Glukose in Milchsäure. Dies ist ein Stoffwechselweg, der zwar erheblich weniger Energieausbeute bringt, jedoch nicht störanfällig ist für Sauerstoffradikale (die so genannten Oxidantien, die dann durch Antioxidantien neutralisiert werden müssen, da sie ansonsten zur Alterung der Zellen erheblich beitragen).

    Die Zellatmung findet in den Mitochondrien statt. Bei Krebs erfolgt eine Umwandlung der Energiegewinnung von der Zellatmung zur Gärung im Zellleib (= Zytoplasma).

    Professor Otto Warburg hat in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts herausgefunden, dass alle Krebszellen gären. Er schreibt in seinem 1926 publizierten Buch “Über den Stoffwechsel der Tumoren”: “ Das Auftreten von Krebszellen ist immer mit vermehrter Gärung verbunden. Qualitativ und quantitativ ist der Gärungstoffwechsel der Karzinome nichts anderes als die Spaltungsphase (=Gärungsphase) des embryonalen Stoffwechsels, die in der Bilanz des Karzinomstoffwechsels erscheint, weil das Gleichgewicht zwischen Spaltungen (Gärungen) und Oxidation in der Karzinomzelle zugunsten der Spaltung verschoben ist.”

    Ursache für die Verschiebung der Energiegewinnung in der Zelle ist eine Störung der Mitochondrien. Dies kann geschehen durch krebserzeugende Stoffe (so genannte Karzinogene), von denen es heute weit über 1000 gibt. Die Karzinogene sind mit wenigen Ausnahmen lipophil, d.h.fettöslich. Eine weitere Störung der Energiegewinnung in den Mitochondrien ist möglich durch ionisierende Strahlen und -wie oben mehrfach beschrieben - durch psychosomatischen Reiz.

    Wenn die Mitochondrien und damit die Energiegewinnung gestört sind, müsste eigentlich die Zelle den programmierten Zelltod auslösen, die so genannte Apoptose. Dies ist nicht möglich, da die Programme zur Apoptoseauslösung in den (jetzt gestörten) Mitochondrien sind. Eine Zelle, die durch Störung der Mitochondrien auf den Gärungswechsel umgeschaltet hat, ist “unsterblich” geworden, da sie den programmierten Zelltod auslösen kann. Sie kann sich auch nicht weiter differenzieren, d.h. in spezialisierte Zellen umwandeln, da dieser Vorgang ebenfalls gestört ist. Die Krebszelle bleibt daher auf einer frühen Stufe der Entwicklung stehen, die Zelle wird sich teilen und wachsen, teilen und wachsen. Ihr Stoffwechsel ist jetzt der Stoffwechsel der Urzeit, nämlich die Gärung. Dies bringt zwar nur 1/16 an Energiegewinnung gegenüber der Zellatmung, macht jedoch die Zelle unempfindlich gegenüber den Angriff von Sauerstoffradikalen, wie dies bei der Bestrahlung Auftritt. Die Zelle wird außerdem unempfindlich gegenüber der Chemotherapie, deren Angriffspunkt In den meisten Fällen die DNS mit den Genen ist. Bei sportlicher Überlastung haben wir ebenfalls das Auftreten von Milchsäure, da der Muskel von Sauerstoffatmung auf Gärung umschaltet, wenn über die Lungenatmung das Blut nicht mehr genügend Sauerstoff in den Muskel transportieren konnte. Diese Art der Vergärung ist eine Notfallreaktion, ausgelöst durch Sauerstoffmangel, und der Muskel geht im Notfallprogramm quasi in die Vergärung und produziert Milchsäure. Wenn Sauerstoff wieder verfügbar ist, geht der Muskel sofort zurück in die Verbrennung, also in die Atmung. Bei der Krebszelle kommt es auch durch Anwesenheit von Sauerstoff nicht zu Rückbildung von der Gärung zur Zellatmung. Dies geschieht allerdings im Laborversuch bei einer Sauerstoffüberdruckbeatmung von etwa fünf Atü (=atmosphärischer Überdruck). Durch diese Überdruckbeatmung geht die Energiegewinnung wieder über in die Zellatmung, wodurch aus einer Krebszelle wieder eine Normalzelle (!) wird, allerdings nur so lange, wie die Überdruckbeatmung anhält. Dies ist nur im Laborversuch möglich, jedoch nicht beim lebenden Menschen.

    Bei der Krebszelle ist das Umschalten von Zellatmung zur Gärung eine Überlebensstrategie bei geschädigten Mitochondrien. Durch die gebildete Milchsäure schützen sich die Krebszellen vor dem Angriff der Immunzellen: die Killerzellen sind nicht mehr in der Lage, diese Krebszellen zu attackieren. Der von der Zelle selbst gebildete “Milchsäureschutzmantel” schützt die Krebszelle vor dem Angriff des Immunsystems und kann deshalb nicht als fremd erkannt werden. Darüber hinaus ist die gebildete Milchsäure in der Lage, den Zell-Zell-Kontakt mit den Nachbarzellen zu lösen und so das umliegende Gewebe aufzulösen. Das nennt man Matrixdegradation, also Bindegewebs- und Gewebeauflösung. Außerdem ist die Milchsäure, die nach außen gegeben wird, quasi ein Signal, dass ein Sauerstoffmangel vorliegt und das jetzt eine stärkere Versorgung mit Blutgefäßen notwendig ist. Dann wachsen die Blutgefäße in Richtung Krebszellen und der Krebs findet Zugang zu Blutgefäßen, wodurch er schneller wachsen und sich ausbreiten kann. Die Milchsäureproduktion, die nach außen gegeben wird, ist ein sinnvoller Prozess, um die Blutgefäßversorgung wieder anzuregen, eigentlich nur für gesunde Zellen. Aber Krebszellen nutzen dieses Programm ebenfalls und verbreiten sich damit im Organismus und finden Zugang zu Blutgefäßen. Die Entstehung eines Krebs Tumor das ist schon ein Problem, aber die Ausbreitung, die ungehinderte Ausbreitung in die Umgebung und schließlich die Metastasierung sind in der Regel die Ursache für den Tod des Patienten. Medizinisch gesehen ist also der Übergang von einem Tumor in ein invasiv wachsendes Krebsgeschwür der alles entscheidende Punkt.

    Der deutsche Forscher Doktor Johannes F. Coy hat 1995 das Gen entdeckt, dass bei Krebs die Umschaltung von der Zellatmung zur Gärung verursacht bzw. an diesem Vorgang beteiligt ist. Es ist das Transketolase1-Gen (TKTL1-Gen), Das wiederum das Transketolase1-Protein produziert, das als Enzym in diesen Stoffwechsel eingreift. Durch das TKTL1-Gen ist die Zelle sehr schnell in der Lage, auf veränderte Umweltbedingungen zu reagieren, z.B.bei Sauerstoffmangel oder Zellbelastung durch Radikalproduktion oder Belastung durch Umweltgifte.

    Dann ist das TKTL1 Helfer in der Not für die gesunde Zelle. TKTL1 stellt laut Coy einen “Schutzmechanismus für Zellen dar, insbesondere, wenn diese unter Stress geraten. Mithilfe von TLTL1 kann eine Zelle ihr den Stoffwechsel umschalten und sich dadurch vor Radikalen und dem Zelltod schützen.” Für den Menschen ist das Einschalten des TKTL1 bei einer Krebserkrankung ein gefährlicher Moment, da es jetzt zu invasivem Wachstum und zu Metastasierung kommen kann.

    Bis heute gibt es keine Medikamente die die Vergärung hemmen.

    Darum bleibt einem Patienten nur übrig, auf Naturstoffe zurückzugreifen, die diese Vergärung unterdrücken können. Da gibt es eine ganze Reihe solcher Stoffe, insbesondere das gamma-Tocotrienol, die sogenannten Polyphenole ( z.B. Quercetin), Anthocyane oder das Kurkuma. Aus diesem Grund ist auch eine Ernährung, die reich an Salaten und Gemüse ist, sehr gesund und per se gärungshemmend.

    Möglicherweise ist das DCA (Dichloracetat) eine Substanz, die die Gärung bei menschlichen Tumoren hemmt. Es ist zur Zeit Gegenstand der Forschung.

    Klinisch konnte festgestellt werden, dass das Auftreten des TKTL1-Proteins mit einem schlechten Verlauf der Krebserkrankung korreliert. Dies wurde gefunden bei Blasenkrebs, Darmkrebs, Eierstockkrebs, bei Krebs des Gebärmutterhalses, Kehlkopfkrebs, Krebs im HNO-Bereich, Schilddrüsenkrebs, Nierenkarzinom und sogar bei Hirntumoren. Um zu beweisen, dass es sich hierbei nicht um ein Epiphänomen handelt, also nur um ein Begleitphänomen, sondern dass es sich um ein ursächliches Phänomen handelt, wurde das TKTL1-Gen blockiert, um die Bildung des TKTL1-Proteins zu verhindern.

    Im Laborversuch konnte gezeigt werden, dass diese Hemmung des TKTL1-Gens mit der Veränderung des entsprechenden Proteins dramatische Effekte hat, nämlich das Tumorwachstum hemmt.”

    Daraus ergeben sich für Dr. Weber seine ganz persönlichen Ernährungsempfehlungen:

    “Da der Vergärungsstoffwechsel Glukose als Ausgangssubstrat benutzt, wird die Glukose eingeschränkt. Mein Ratschlag: Süßen mit Stevia oder Sukrin” (---> siehe mein Artikel “Zuckerersatz” unter “Food”), “um das starke Ansteigen von Insulin nach dem Essen zu vermeiden. Weglassen von Kuchen und Süßigkeiten. Erlaubt ist hochprozentige Schokolade (ab 70 %).

    Bewegung nach dem Essen!

    Der Vergärungsstoffwechsel wird durch gamma-Tocotrienol und die Gabe sekundärer Pflanzenstoffe (so genannte Polyphenole) wie zum Beispiel das Quercetin unterdrückt. Weitere nachgewiesener Hemmstoff der Vergärung ist Kurkuma.

    Durch die Gabe von hoch ungesättigten Ölen (Leinöl, Hanföl, Walnussöl) kann in Kombination mit mittelkettigen Fettsäuren versucht werden, die Atmung in den Mitochondrien wieder zu aktivieren.

    Die Gabe von besonders schwefelhaltigen Aminosäuren, besonders in Quark, führt dazu,diese Fette zu binden und bioverfügbar in den Körper zu transportieren, sodass sie auch sehr gut resorbiert werden können.”

    Des weiteren schreibt Dr. Weber:

    “Eine Ernährung, die den Aspekt der Umschaltung von Atmung auf Gärung in Krebszellen berücksichtigt, erscheint mir sinnvoll. Über den wirklichen Nutzen werden wir erst in einigen Jahren definitiv Bescheid wissen. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit diesem Thema ohne Fanatismus auseinander zu setzen.”

  • Wimpernausfall

    27.4.2017

    So, jetzt ist es also soweit: die Wimpern fallen aus.

    Sobald ich an mein Auge komme, habe ich Wimpern an den Fingern.

    (Die Chemo ist also stärker als das Wimpernserum)

    Mist, ich dachte, davon bleibe ich wenigstens verschont. Aber nein, wenn, dann schon die ganze Nummer…. damned fucking scheiss Krebs!

    Wenn ich morgens ungeschminkt in den Spiegel schaue, habe ich das Gefühl Pierluigi Collina guckt mich an. Fussballfans unter Euch kennen den legendären Schiedsrichter (der hat allerdings Alopecia universalis und keinen Krebs).

    Bei dem Gedanken muss ich zumindest lächeln. Ist ja auch schon mal was.

    Aber ich muss sagen, dass ist eine ganz schöne Übung für die Eitelkeit…. hui ui ui!

    An was man so alles hängt….


    Ok, aber zum Glück gibt es ja Makeup!

    Wenn keine Wimpern mehr da sind, kann man zumindest mit Kajal und Lidschatten dem Auge Tiefe geben, bzw so etwas wie einen “Wimpernrand” malen.

    Am besten mit einem Kajal den Wimpernrand oben und unten betonen und mit einem Q-tip oder Applikator verwischen. Dann mit Lidschatten (hell im Innenwinkel, nach aussen hin immer dunkler werdend) das Auge schattieren. (siehe Zeichnung)

    Übergänge gut verwischen!

    Und schwupps, hat man das Gefühl wieder sowas wie ein Auge zu haben :-)

    Und hier nochmal beide Augen nebeneinander. Schon ein grosser Unterschied, wie ich finde!

  • Chemo Vakuum

    26.4.2017

    Tag 4 nach der Chemo und ich fühle mich mal wieder wie im Vakuum. Bin schlapp , müde, der Kreislauf macht nicht so richtig mit….. mal wieder in der Warteschleife, dass es endlich wieder besser geht und ich wieder halbwegs am “normalen”Leben teilnehmen kann. Zumindest halbwegs…..

    Die Geduld schwindet proportional mit der Dauer des Ganzen. Mittlerweile sind es fast 5 Monate, die ich “raus” bin. Fragt sich nur, raus aus was….. raus aus dem Leben bin ich ja nicht wirklich. Raus aus der Normalität? Was ist schon Normalität? Merke, dass ich den allerhöchsten Respekt vor denen habe, die über längere Zeit, trotz täglicher Schmerzen, trotz “Hoffnungslosigkeit”, Aussichtslosigkeit und so weiter, ihren Mut nicht verlieren, weitermachen, l e b e n, ….

    Ich habe ja zumindest die Aussicht, dass nach den ganzen Behandlungen wieder so etwas wie Alltag/Normalität kommen wird.

    Wobei zu sehen sein wird, inwiefern das so “normal” werden wird.

    (Wielange braucht mein Körper wohl, um all das “Gift” zu verarbeiten?….Leber, Niere, Darm?…...Funktionieren die Lymphe irgendwann wieder richtig? Geht die Taubheit in den Beinen weg, oder bleibt das am Ende…?

    Dann die Frage, was macht der Job? Kommen wieder genügend Aufträge nach der langen Pause? Und so weiter…..

    Bin ich dann auch wieder “normal”? Oder was macht das alles mit mir?

  • Du bist das Placebo Teil 2

    Ich hatte ja vor einiger Zeit von dem Buch “Du bist das Placebo” von Dr.Joe Dispenza geschrieben (siehe 20.2.2017)

    Mittlerweile habe ich es ganz gelesen, einige Vorträge von ihm auf youtube gesehen und mache seit einiger Zeit regelmässig die Meditation.

    Seine Arbeit überzeugt mich voll und ganz! Was ich vor allem sehr spannend finde, dass er das Ganze wissenschaftlich belegen kann, in dem er Messungen der spezifischen Gehirneigenschaften und -elemente durchführte, wie beispielsweise Kohärenz versus Inkohärenz (die Ordnung bzw Unordnung von Gehirnwellen), die Amplitude (Energie der Gehirnwellen), die Phasenorganisation (der Grad der harmonischen Zusammenarbeit unterschiedlicher Gehirnareale), die relative Zeit, um in Tiefenmeditation zu gelangen ( wie lange jemand braucht, um in einen anderen, empfänglicheren Gehirnwellenzustand zu wechseln), das Verhältnis von Theta- zu Alphawellen (der Grad an ganzheitlicher Gehirnfunktion und der arealübergreifenden Kommunikation unterschiedlicher Gehirnteile - der vordere mit dem hinteren Teil, die linke mit der rechten Seite), das Verhältnis von Delta-zu Thetawellen ( die Fähigkeit, das “Geplapper” des Geistes und aufdringliche Gedanken zu regulieren und zu kontrollieren) sowie die Verweildauer (die Fähigkeit des Gehirns, einen meditativen Zustand längere Zeit aufrechtzuerhalten)

    Er schreibt: “ diese Daten veranschaulichen zwei wichtige Punkte.

    Erstens: die Fähigkeit den analytischen Geist, also die Betawellen hinter sich zu lassen und in einen empfänglicheren Zustand zu wechseln, kann durch Übung verbessert werden.

    und zweitens: mit den von mir und meinen Kollegen vermittelten Methoden können die Studenten über ihren denkenden Geist hinausgehen und relativ leicht Zugang zum Betriebssystem des unterbewussten Geistes gewinnen.

    Interessanterweise zeigen unsere Forschungen auch ein auffälliges, konsistentes Muster hinsichtlich der ganzheitlichen Funktionsweise des Gehirns der untersuchten Studenten: In den Stirnlappen sind signifikante, sich abwechselnde Alpha-/ Theta-Muster (wie verschiedene Gehirnareale miteinander kommunizieren) während des Meditierens erkennbar, d.h., die zwei Gehirnhälften “sprechen” ausgewogener und einheitlicher miteinander.

    Die immer wieder zu beobachtenden Muster im Verhältnis der beiden Stirnlappen scheinen eine Erfahrung großer Dankbarkeit zu produzieren, und zwar immer wieder in rhythmischen Wellen. Wenn Teilnehmer sich beim mentalen Üben in diesem erhöhten Zustand der Dankbarkeit befinden, dann ist diese innere Erfahrung gemäß diesen Daten so real, dass sie meinen, die vorgestellten Ereignisse geschähen gerade oder seien bereits passiert. Sie sind dankbar, weil das die Emotion ist, die wir verspüren, wenn das passiert, was wir uns wünschen.

    Bei erfahrenen Meditierenden stiegen auch die Gehirnwellen-Anteile im Theta- und niederfrequenten Alphabereich, ein Hinweis darauf, dass sie relativ lange in veränderten Zuständen verweilen können. Besonders signifikant war die erhöhte Regulierung langsamer Wellen. Diese Menschen verfügten im Theta- Zustand über eine überdurchschnittliche Gehirnwellenkohärenz bzw.einen überdurchschnittlichen Ordnungsgrad zwischen der Aktivität im Vorderhirn und den Arealen im Hinterhirn. Wiederholt wurde der Bereich des linken Stirnlappens aktiviert, der mit positiven Emotionen assoziiert wird, was einem Zustand meditativer Glückseligkeit entspricht.

    Anders ausgedrückt, kann man sagen: wenn diese Personen in einen meditativen Zustand gehen, produzieren Sie langsamere, kohärenter der Gehirnswellen, die auf einen Zustand tiefer Entspannung und erhöhter Bewusstheit hinweisen. Das Vereinigen von Vorder- und Hinterhirn sowie der linken und rechten Gehirnseite deutet auf ein Gefühl höheren Glücks und größerer Ganzheit hin.”

    Er beschreibt Fälle, bei denen Menschen mit schwierigen Erkrankungen es tatsächlich schafften, entweder deutliche Linderungen oder sogar Heilung zu erreichen.

    Zum Einstieg in die Meditation weisst er darauf hin:

    “ Denken Sie daran: Überzeugungen und Wahrnehmungen beziehungsweise Vorstellungen sind unterbewusstes Seinszustände; sie beruhen auf Gedanken und Gefühlen, die sie immer wieder denken beziehungsweise fühlen, bis sie schließlich zur automatischen Gewohnheit werden, zu einer Einstellung. Mehrere Einstellungen zusammen bilden eine Überzeugung, und mehrere zusammenhängende Überzeugungen werden zu einer Wahrnehmung. Mit der Zeit entsteht aus dieser Redundanz ein weitgehend unterbewusstes Welt- und Selbstbild, das sich auf Ihre Beziehungen, Verhaltensweisen und praktisch alles in Ihrem Leben auswirkt.

    wollen Sie also eine Überzeugung oder eine Wahrnehmung verändern, dann müssen Sie zunächst einmal Ihren Seinszustand verändern, was wiederum bedeutet, dass sie Ihre Energie verändern, denn um Materie zu beeinflussen, müssen Sie mehr Energie als Materie sein, mehr Welle als Teilchen. Dazu müssen Sie eine klare Absicht mit einer höheren Emotionen verbinden –Das sind die beiden Zutaten.

    Es wird bei diesem Prozess eine Entscheidung mit so viel Energie gefällt, dass Ihre neue Überzeugung zu einer Erfahrung mit einer starken emotionalen Signatur wird, durch die Sie in diesem Moment verändert werden. So verändern Sie Ihre Biologie: Sie werden zu Ihrem eigenen Placebo und lassen den Geist über die Materie bestimmen.

    … die innere Erfahrung beim Meditieren muss eine größere Amplitude – mehr Energie – haben als die äußere vergangene Erfahrung, auf der die zu verändernde Überzeugung beziehungsweise Wahrnehmung beruht. Der Körper muss auf einen neuen Geist reagieren. Sie müssen sich also mit ganzem Herzen auf diese höhere Emotion einlassen, bis sie eine Gänsehaut bekommen. Sie müssen sich erhaben inspiriert unbesiegbar und machtvoll fühlen.”

    “ Bei der Placebo Reaktion geht es darum, nur durch Gedanken geheilt zu werden. Gedanken sind nicht-manifestierte Emotionen. Sobald wir einen Gedanken emotional annehmen, wird er real, also zur Realität. Einem Gedanken ohne eine emotionale Signatur fehlt die Erfahrung, deshalb ist der etwas Latentes, das darauf wartet, von etwas Unbekanntem zu etwas Bekanntem gemacht zu werden. Sobald wir einen Gedanken zu einer Erfahrung und dann zu Weisheit machen, entwickeln wir uns als menschliche Wesen weiter.

    Ein Blick in den Spiegel zeigt Ihnen ihr Spiegelbild, und das, was Sie da sehen, ist, wie Sie wissen, Ihr physisches Ich. Aber wie können Ihr wahres Selbst, Ihr Ego und Ihre Seele sich erblicken? Ihr Leben ist ein Spiegelbild Ihres Geistes, Ihres Bewusstseins und Ihres wahren Selbst.

    … sobald Sie eine klare absichtsvolle innere Ausrichtung mit dem kompromisslosen Vertrauen in das Feld der Möglichkeiten verbinden, betreten Sie das Unbekannte, und dort kann sich das Übernatürliche entfalten. Meiner Meinung nach ist das der Seinszustand, in dem unser Bestes zum Ausdruck kommt.

    Wenn Absicht und Hingabe miteinander verschmelzen, dann, so glaube ich, trinken wir aus einem tieferen Brunnen. Und wenn Ganzheit, die Zufriedenheit mit sich selbst und Eigenliebe wirklich von innen kommen, weil wir uns über das bislang als möglich Geltende hinausgewagt und unsere selbst auferlegten Beschränkungen überwunden haben, dann kann Ungewöhnliches passieren. Mit sich selbst im gegenwärtigen Moment glücklich zu sein und gleichzeitig einen Traum von der eigenen Zukunft zu träumen – das ist ein großartiges Rezept, um Dinge manifeste Wirklichkeit werden zu lassen.

    Wenn wir uns so ganz fühlen, dass es uns egal ist, ob “es” passiert, dann materialisiert sich Wunderbares vor unseren Augen. Der Zustand der Ganzheit ist der perfekte Schöpferzustand. Das habe ich immer wieder erlebt, wenn Menschen aus aller Welt wahrhafte Heilung erfuhren, Sie fühlen sich so ganz und vollständig, dass sie nicht mehr wollen, keinen Mangel mehr spüren und nicht mehr versuchen, etwas selbst zu bewirken. Sie lassen los, und zu ihrem großen Erstaunen antwortet etwas, das grösser ist als - und sie lachen darüber, wie einfach dieser Prozess ist.”

    “Die Meditation besteht aus drei Teilen:

    -der erste Teil ist die Induktion. Dabei bringen Sie sich...in einen kohärenteren Alpha- bzw.Thetagehirnwellenzustand, in dem Sie für Suggestionen empfänglicher sind. Das ist sehr wichtig, denn nur durch erhöhte ich Suggestibilität können Sie wirklich Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen und zum Placebo werden.

    -im zweiten Teil gelangen Sie in den gegenwärtigen Moment und verweilen in der Quantenleere, in der alle Möglichkeiten existieren.

    -und im dritten Teil verändern sie ihre Überzeugungen und Wahrnehmungen.”

    Dazu gibt es dann den Text im Buch bzw. eine App zum herunterladen, damit man mit der Tonaufnahme meditieren kann, was wesentlich einfacher ist.

    Dispenza empfiehlt, die Meditation zur täglichen Praxis zu machen.

    Somit gehört diese Meditation jetzt zu meinem täglichen “Therapieplan”!

  • Spritzen adé die 2., und Chemovorbereitung

    Juhu, juhu, keine Trombosespritzen mehr!

    Nicht mehr jeden Abend die Überwindung sich die Scheiss-Nadel in den Oberschenkel zu stechen. Ok, manch einer sagt wahrscheinlich, was stellt sie sich so an.... für mich ist es jedes Mal ein Gefühl von Körperverletzung. Mein armer Körper, hat eh schon soviel zu ertragen....

    Und es führte nicht selten zu einem kurzen verzweifelten Heulanfall. ( wie schon mehrfach gesagt, das Nervenkostüm ist einfach sehr dünn)

    Aber gut, yippiyeah, ich hab s hinter mir!!!


    So, morgen steht die 5. Chemo an. Eigentlich sollte morgen die Antikörpertherapie mit dazu kommen, da das aber zusätzlich noch einmal 90 Minuten extra gedauert hätte (also von 8:00-14:30!), und ich einen langersehnten Termin beim Osteopathen habe ( er soll mal checken, was mein gesamter Bauchraum so macht, die Narbe etc....), wird das auf nächstes Mal verschoben.

    Gut gepampert mit hochdosiertem VitaminC und einigen anderen Mittelchen (gestern 1,5 Stunden Infusion gekriegt) und einer nierenstärkenden Akupunktur heute, kann ja nix mehr passieren :-)))

  • Selbstliebe/Leben teilen

    17.4.2017

    Körperlich geht es mir immer besser. Der Leukozytenwert könnte besser sein ( musste daher auch am Wochenende zum Blutabnehmen. Mir kam es schon so vor wie: ach, da war ja noch was…. hatte ich gar nicht mehr so auf dem Schirm, nach dem ganzen OP-Scheiss. Da gerät die Beschäftigung mit Blutwerten doch in den Hintergrund). Die Oberschenkel auch nach wie vor nicht gut.

    Habe gerade eher mit der Psyche zu kämpfen. Puh, da bricht manchmal einfach alles über mir zusammen. Tiefer Schmerz, Frust, Angst,....

    Da spielt das Thema des heutigen Eintrags eine grosse Rolle.

    Ich habe einen wunderbaren Artikel auf www.imgegenteil.de gelesen. “Hast Du Dich heut schon selbst geliebt?”

    Es geht wie der Titel schon besagt, um die Selbstliebe. Hier der link dazu, es lohnt sich!

    http://imgegenteil.de/blog/hast-du-dich-heute-scho...

    Die Autorin spricht mir sehr aus dem Herzen. Das wichtigste ist einfach die Selbstliebe. Und irgendwie doch so schwer….

    Aber auch wenn ich an mir und der Selbstliebe arbeite und weiss, wie wichtig sie ist, muss ich gestehen, dass ich kein Single sein möchte.

    Ich hatte letztes Jahr ja nicht nur mit dem Krebs zu kämpfen. Ich war keine 6 Wochen getrennt (worden), da ging es mir körperlich schon ziemlich schlecht und 2 Wochen später bekam ich die Krebsdiagnose.

    Die ganze Situation in meinen Augen so damned fucking unfair!

    Der tiefe Schmerz verlassen worden zu sein, hätte wirklich schon gereicht, nein, dazu noch der Krebs-Schock mit allem drum und dran obendrauf.

    Ich habe die besten Freunde und die beste family der Welt! Alle waren für mich da und ich bin wirklich aufgefangen worden!

    Aber ein Partner, der Mensch mit dem man sich im besten Fall am stärksten verbunden fühlt, mit dem man sein Leben teilt, an dessen Leben man am stärksten teilnimmt, war und ist nicht da. Und das fehlt mir sehr. Gerade in so fiesen Zeiten.

    Aber auch in schönen Zeiten. Das Leben teilen, am Leben des anderen teilhaben, der Austausch, sich immer tiefer verbinden…. das hat, wenn es funktioniert, sprich der richtige ist, eine grosse, besondere Qualität. Danach sehne ich mich sehr.

    Als ich den Brustkrebs hatte, dachte ich einerseits, wie schön es wäre einen Partner an meiner Seite zu haben, andererseits war ich froh, keinen zu haben. So konnte ich meine Entscheidung keine Chemo usw zu machen ganz klar für mich fällen, ein Partner hätte womöglich aus Angst versucht, mich dazu zu überreden. Und so einen Konflikt braucht man in der Situation überhaupt nicht. Dann die Ängste des anderen zu spüren und mitzutragen, obwohl die eigenen ja schon reichen….stelle ich mir nicht so einfach vor.

    Aber ich glaube zusammen ist man doch einfach stärker als allein ( wenn es der richtige Partner ist). Trotzdem ist auch mit Partner die Selbstliebe enorm wichtig. Sich selber sozusagen “treu” bleiben, bei “sich” bleiben und sich nicht vom anderen fertigmachen/kleinmachen lassen, wenn es zu Konflikten kommt. Denn wenn ich ganz in der Selbstliebe bin, gibt es kein “ich bin es nicht wert, ich bin nicht gut genug, ich bin nicht richtig, usw. “

    Die Arbeit ( mit sich) hört nicht auf...

  • Scheiss Vergänglichkeit

    14.4.2017

    Ich bin sehr geschockt und unendlich traurig….Conny ist an ihrem Krebs gestorben.

    Ich hatte Conny schon einmal im Dezember erwähnt ( siehe 11.12.), als ich ein sehr aufbauendes Telefonat mit ihr hatte. Ich hatte sie 2010 bei dem Mallorca-Seminar von Dr.Weber kennengelernt. Da war sie als Coach mit dabei.

    Sie war mein grosses Vorbild. Sie lebte seit über 15 Jahren mit einem Eierstockkrebs-Rezidiv und schlug viele schulmedizinischen Behandlungen aus, da sie der Meinung war und auch immer wieder die Erfahrung gemacht hatte, dass innere Stimmigkeit in Denken, Fühlen und Handeln viel wichtiger ist und somit der Schlüssel zur Gesundheit ist. Wie ist mein Leben? Bestimme ich selbst, oder bin ich fremdbestimmt? Was umgibt mich? Dinge, Situationen, Menschen, die mir nicht gut tun? Oder bin ich “bei mir” und übernehme Verantwortung für mich und mein Leben?

    Und der wissenschaftliche Ansatz von Dr.Dispenza sagt:

    “Es ist eine wissenschaftliche Tatsache dass Stresshormone genetisch Knöpfe drücken und Krankheiten erzeugen. Langfristig schaden diese Substanzen dem Körper, egal ob sie gerechtfertigt sind oder nicht. Wir haben ja alle traumatische Erfahrungen im Leben gemacht. Und manche dieser traumatischen Ereignisse brandmarken uns auf der neurologischen und chemischen Ebene.”

    Wenn ein Ereignis so traumatisch ist, dass die Emotionen Wochen, Monate oder sogar Jahre anhalten, werden sie Teil der Identität. Diese Langzeiteffekte und die Tatsache, dass die Persönlichkeit von der Vergangenheit anstatt von der Zukunft definiert wird, führt dazu, dass der Körper nicht mehr richtig funktioniert.”

    Ich kann dem nur zustimmen. Seit Oktober 2016 zutiefst verletzt vom Verlassenwerden, herausgerissen aus der Traumvorstellung von einem gemeinsamen Leben, gepaart mit der Vergangenheitserfahrung (siehe Brustkrebs)....da kam so einiges zusammen. Nur, dass es dann so explosionsartig schnell geht, das hätte ich nicht gedacht. Die Zyste ist ja innerhalb von 2 Wochen zu einem wuchernden Tumor inklusiver “Totalverstreuung im Bauchraum” geworden. Wahrscheinlich war einfach alles viel zu viel.

    Conny war einfach ein sehr positiver, kraftvoller Mensch! Immer wieder an sich gearbeitet, genau hingeschaut, Dinge verändert, usw….Sie hat mir immer Mut gemacht, meinen eigenen für mich stimmigen Weg zu gehen. Mir aber auch gezeigt, dass es einfach viel Arbeit ist und man immer “dranbleiben muss”.

    Ich sehe jetzt ihren Tod auch nicht als “scheitern” der “Methode”. Sie hatte so sicherlich ein viel längeres Leben. Und irgendwann ist es Zeit für jeden von uns. Da glaube ich schon an so etwas wie “Vorbestimmung”.

    Aber jeder Tod mit Ursache Krebs erzeugt ein komisches Gefühl bei mir. Und wenn es noch jemand ist den ich kannte und sehr mochte, ist das besonders schlimm.

  • Nix gefunden!

    12.4.2017

    Knochenszintigram: es sieht alles gut aus!!!! Keine Knochenmetastasen!

    Uff, aufatmen. Das ist doch mal was.

    Aber das totale Glücksgefühl mag nicht aufkommen. Der Psyche geht es gerade nicht so gut… Allein schon bei dem Termin heute habe ich gemerkt, wie dünn mein Nervenkostüm gerade ist. Die Angst, die Verunsicherung und dann so grundsätzliche Sachen wie “Vergangenheitsbewältigung”….macht mir gerade ziemlich zu schaffen.

    Viel Heulerei….

  • Knochenszintigram

    11.4.2017

    Morgen muss ich zum Knochenszintigram. Damit soll geguckt werden, ob irgendwelche Metastasen in den Knochen sitzen.

    Keine schöne Vorstellung, um nicht zu sagen Horrorvorstellung.

    Aber eigentlich habe ich tief in mir das Gefühl, dass ich wirklich durch bin mit dem Brustkrebs. Aber seit Dezember bin ich einfach schwer verunsichert.

    Dieser Krebs hat mich so weich gekocht, merke ich immer wieder. Die Stärke mich gegen die Schulmedizin zu stellen, wenn es nicht zu meinem Gefühl passt, die ist nicht mehr so absolut wie damals.

    Ich übe mich in Zuversicht!

    Ansonsten geht es besser als letzte Woche! So langsam habe ich das Gefühl, es normalisiert sich wieder. Klar, OP-Naht zwickt, der Bauch ist komisch, die Oberschenkel nach wie vor stellenweise taub und berührungsempfindlich, aber damit kann ich erstmal leben.

  • Augenbrauen

    Auch die Augenbrauen können durch die Chemo sehr ausgedünnt werden oder ganz ausgehen.

    Normalerweise hat man ja die eigenen Brauen zur Orientierung, sind die Haare aber erst mal weg, fehlt die Orientierung: wo fange ich an zu malen, wo ist der höchste Punkt der Braue und wo sollte sie aufhören?

    Dafür gibt es ein paar einfache Anhaltspunkte, die ich gerne kurz aufzeigen möchte:

    Die Braue beginnt an einer gedachten Linie vom Augeninnenwinkel senkrecht nach oben.

    Der höchste Punkt der Braue liegt in etwa an einer gedachten Linie von der äusseren Iris senkrecht nach oben.

    Und das Ende der Braue sollt in etwa in der Linie sein, wenn man einen Stift am Nasenflügel anlegt und am Augenaussenwinkel vorbei , Richtung Schläfen legt.

    Es ist am einfachsten, sich diese Merkpunkte mit einem Augenbrauenstift genau wie auf den Fotos zu markieren und diese dann zu verbinden

    Damit das Ganze dann nicht zu “balkig” aussieht, die Augenbrauen Härchen für Härchen stricheln.

    Und aus meiner Sicht ganz wichtig: die Farbe eher 1-2 Töne heller, und von der Tendenz her, eher einen aschigeren Ton als zu rötlich wählen.

    Mein Lieblings-Augenbrauenstift ist zur Zeit “Eye Brows” von MAC Cosmetics. Da gibt es 10 Farbtöne, vor allem auch schöne helle Töne. Die Stifte sind gut aus der Hülse zu drehen, ohne Anspitzen zu verwenden und haben die richtige Härte.