Scheiss-Tag ——> Angst

Obwohl erst Dienstag bin ich schon bedient. Kein guter Tag heute.

Bin fertig, mach mir Sorgen, genervt von dieser Rumfahrerei, inklusive Gehetze und Gerenne. 

Der Tumormarker ist in die Höhe geschnellt (Dr.Brockmann geht davon aus, dass es an der Bestrahlung liegt und da Tumorzellen kaputt gehen), meine Lunge fühlt sich nicht gut an (obwohl scheinbar nicht so viel drin ist) - dafür bekomme ich jetzt Sauerstofftherapie, was auch wieder 30min dauert.

Es hört alles nicht auf, sondern es kommt immer mehr dazu…..

Hätte mich am liebsten den ganzen Tag ins Bett gelegt und geheult.

Mein Behandlungstag ist wie ein Arbeitstag, nur dass es eben keine Arbeit ist. Bei dem Gedanken kommt dann so vieles hoch: wielange geht das noch so, was, wenn ich da aus diesem „Strudel“ gar nicht mehr rauskomme und das chronisch wird….. Wovon soll ich leben? (die Berufsunfähigkeitsrente reicht da nicht aus)

Wielange kann das so gehen? Wie hält man das psychisch aus?

So sah der Tag aus:

6:50 Bahn/Bus/Bus 7:45 Strahlenzentrum 8:05 Bestrahlung 8:14 rennen zum Bus

9:04 Berliner Tor/Dr.Brockmann Elektrohyperthermie/Sauerstofftherapie

11:30 Zuhause/Frühstück 12:20 zur Bahn/Bus/Bus 13:15 Cyberknife 14:20 Bestrahlung Becken  15:20 Zuhause/Frischgepresster Saft/Lymphtee….

16:30 Fahrrad zur Lymphdrainage 17:00-18:00 Lymphdrainage Einkaufen Essen

19:00 Zuhause